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Logistikzentrum Zwillingslager für den Hopfen

| Redakteur: Robert Weber

Hopsteiner ist ein Traditionsunternehmen. In der Hallertau haben sich die Bayern dem Hopfen verschrieben. Vor elf Jahren nahm die Firma das erste Kühllager in Betrieb. Auf elf Ebenen können die Logistiker in drei Gassen doppelttief mit kurvengängigen Regalbediengeräten einlagern. Jetzt ging der Auftrag für den Zwillingsbau an Klinkhammer.

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Für das Hopfen-Handelshaus Hopsteiner verdoppelt Klinkhammer die Lagerfläche.
Für das Hopfen-Handelshaus Hopsteiner verdoppelt Klinkhammer die Lagerfläche.
(Bild: Hopsteiner)

Ende 2013 soll das neue Logistikzentrum stehen. Dann wird ein baugleiches Lager gleich im Anschluss an das bestehende für Entlastung sorgen und alle Vorgänge am Standort bündeln. Baugleich, weil das vorhandene Konzept mit kurvengängigen Regalbediengeräten sich in der Vergangenheit bewährt hat und inzwischen optimal auf die Anforderungen abgestimmt ist, schreibt die Klinkhammer Group.

Einlagerung in das Hopfen-Lager mit Barcode

Ab April 2013 wird mit den Bauarbeiten begonnen. Klinkhammer ist Generalunternehmer und verantwortet Stahlbau, Gebäudetechnik, Steuerung, Lagerverwaltung und Klimatechnik. Etwa 7200 Europaletten oder 4800 Industriepaletten werden im neuen Lager Platz finden und verdoppeln somit die Lagerkapazitäten am Standort Mainburg.

Das neue Lager, so die Planung, ist für die Rohware vorgesehen, das alte Lager für die Fertigwaren. Zudem wird eine Einlagerung mittels Barcode im System installiert, um eine möglichst hohe und durchgängige Transparenz der Warenbestände und Warenströme zu garantieren.

Brandschutz im Logistikzentrum durch Inertisierung

Um die Aromen und die Frische der eingelagerten Produkte zu erhalten, ist die Temperatur im Lager auf 2 bis 4 °C abgesenkt. Zudem wird auch im neuen Lager beim Brandschutz auf das Konzept der Inertisierung zurückgegriffen, heißt es in einer Pressemitteilung. Durch gezielte Zugabe von Stickstoff wird der Sauerstoffgehalt innerhalb der weitestgehend luftdichten Gebäudehülle so weit abgesenkt, dass im Kühllager kein Feuer mehr entstehen kann. Die Brandgefahr sinkt gegen Null.

Voraussetzung dafür: Das Lagergebäude muss mittels einer luftdichten Hülle abgedichtet sein. Zudem muss eine permanente Sauerstoffzufuhr, etwa durch Warenbewegung, in und aus dem Lager mit einer Schleuse verhindert werden.

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