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Firmenjubiläum 65 Jahre Sichelschmidt-Staplerservice

Vom „notwendigen Übel“ zur vorbeugenden Instandhaltung – so könnte man die Entwicklungsgeschichte bei Sichelschmidt beschreiben. Im Jahr 1947, vor 65 Jahren, hatte die Sichelschmidt GmbH ihren ersten Kundendiensttechniker eingestellt.

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Hebetechnik anno 1949: Eine „Schrot-Leiter“ von Sichelschmidt zum Fasshandling.
Hebetechnik anno 1949: Eine „Schrot-Leiter“ von Sichelschmidt zum Fasshandling.
(Bild: Sichelschmidt)

Der Servicemann hatte vom ersten Tag an ausreichend zu tun. Sichelschmidt fertigte damals vor allem manuelle Hebezeuge, zum Beispiel zum Handling von Fässern und Säcken, und im beginnenden Wiederaufbau waren die Kunden dringend auf die Funktionsfähigkeit ihrer Hebezeuge und Transportgeräte angewiesen.

Da Sichelschmidt bereits in den 40-er Jahren die Serienproduktion handverfahrbarer Hebezeuge mit Elektrowinde begonnen hatte, wurden die Aufgaben für den Kundendienst schnell anspruchsvoller und der Aktionsradius größer. Mit dem zunehmenden Erfolg bei batterieelektrisch angetriebenen Flurförderzeugen machte der starke Bestand an Geräten im Markt eine Ausweitung des Kundendienstes erforderlich.

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Anfangs hatte der Kundendienst keinen guten Ruf

Eine erste externe Servicewerkstatt entstand um 1955 in Hamburg, es folgten weitere Stationen in Hannover, München und Düsseldorf. Parallel wurden Flurförderzeug-Händler als Servicepartner gewonnen – zum Beispiel die Firma Ehlers in Hofheim bei Frankfurt, die bis heute mit Sichelschmidt zusammenarbeitet.

Walter Sichelschmidt, der von 1972 bis 1999 im Unternehmen tätig war und ab 1976 drei Jahre lang den Kundendienst mit damals 30 Monteuren leitete, über die Servicekonzepte der Staplerbranche in der Vergangenheit: „In den 1950-er und 1960-er Jahren hatte der Kundendienst keinen guten Ruf. Er wurde nur dann gerufen, wenn es ein Problem gab. Vorausschauende Wartung gab es damals noch nicht.“

Servicetechniker heute überwiegend vorbeugend tätig

Heute sind an sechs Standorten 18 Servicetechniker für Sichelschmidt tätig – und ihr Aufgabenfeld hat sich stark gewandelt. Sie arbeiten eng mit den Vertriebspartnern zusammen und betreiben überwiegend vorbeugende Instandhaltung. Darüber hinaus führt der Sichelschmidt-Kundendienst zum Beispiel die wiederkehrenden Prüfungen durch, die laut § 15 Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) bei mobilen elektrischen Betriebsmitteln in Ex-Bereichen und damit auch bei Ex-Flurförderzeugen verpflichtend sind. Dieses Angebot gilt herstellerübergreifend und nicht nur für Flurförderzeuge, sondern auch für artverwandte elektrisch angetriebene Ex-Fahrzeuge und -Geräte wie Hubwagen und Hubtische.

Eine weitere Aufgabe, die der Service in Kooperation mit dem Vertrieb und der Zentrale in Wetter übernimmt, ist die Aufarbeitung von Gebrauchtstaplern. Das ist, angesichts der Robustheit und Langlebigkeit der Sichelschmidt-Stapler, eine durchaus dankbare Aufgabe – und aus Kundensicht der beste Beweis, dass sich die Investition in einen langlebigen Sichelschmidt-Stapler lohnt.

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