Täglich um 17 Uhr schaltet sich eine Ampelfunktion für jeden Aktivitätsbereich hinzu. Sie zeigt an, ob der Arbeitsvorrat bis zum Cut-off (20:15 Uhr) noch abgearbeitet werden kann. Eine grüne Ampel signalisiert eine „hohe Wahrscheinlichkeit“, eine gelbe ein „geringes Risiko“ und eine rote ein „hohes Risiko“, eine rote mit Ausrufezeichen, dass die Fertigstellung der Aufträge mit den aktuell vorhandenen Kapazitäten „nicht erreichbar“ ist.
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Mit dem Säulendiagramm und der Kommissionierauswertung hat die Lagersteuerung mögliche Engpässe oder auch Überkapazitäten immer im Blick – wichtig für die Liefertreue. „Diese Transparenz versetzt die Verantwortlichen in die Lage, das Personal so effektiv wie möglich einzusetzen“, erklärt Michael Schatz, Projektleiter bei Bosch Thermotechnik. „Der Hauptnutzenaspekt ist: Das Lager spart viel Zeit und lässt sich schneller und besser steuern.“ Außer der Lagersteuerung bei LGI können auch die Kommissionierer vor Ort die Informationen auf großen Bildschirmen einsehen, um sich zu orientieren.
Roll-out vorgesehen
Bislang ist „ActiveCockpit“ ausschließlich im LDC Wetzlar im Einsatz. Bosch Thermotechnik verfügt bundesweit über weitere Läger in Berlin, Bondorf bei Stuttgart, Hamburg, Herten und Ingolstadt. „Sobald der Rollout von SAP EWM an diesen Standorten erfolgt ist, werden wir ,ActiveCockpit‘ auch dort einsetzen“, ergänzt Schatz. „Geplant ist ferner, außer dem Warenausgang auch den Wareneingang abzubilden und gegebenenfalls weitere Bereiche, wie zum Beispiel die Verpackung.“ ■
* Denis Barrier ist Leiter Produktmanagement Shopfloor Solutions der Bosch Rexroth AG in 97816 Lohr am Main, Tel. (0 93 52) 18-0, denis.barrier@boschrexroth.de