Kleinladungsträger

AIM unterstützt KLT-Projekt des VDA

| Redakteur: Bernd Maienschein

Kommissionierung eines KLT per RFID-Datenhandschuh aus einem Projekt mit einem Automobilhersteller im Live-Szenario auf der Logimat 2017.
Kommissionierung eines KLT per RFID-Datenhandschuh aus einem Projekt mit einem Automobilhersteller im Live-Szenario auf der Logimat 2017. (Bild: AIM)

Der Industrieverband AIM repräsentiert das globale Netzwerk der Auto-ID-Experten. Durch seinen Arbeitskreis RFID/EREG (European RFID Experts Group) unterstützt AIM den Verband der Automobilindustrie (VDA) seit rund zwei Jahren bei seinem Projekt der Analyse, Entwicklung und Prüfung einer neuen VDA-Kleinladungsträger-(KLT-)Generation in puncto automatische Identifikation beziehungsweise Kennzeichnung mit RFID und optischen Verfahren. Zur Zeit ist das Projekt in der Testphase beim European EPC Competence Center.

Ausgangspunkt des Projekts waren unter anderem Fragen der KLT-Statik seitens der Anwender, der stetige Anstieg der Anforderungen an Verpackungen und Verpackungssysteme sowie die Digitalisierung der Prozesse im Zuge von Industrie 4.0.

Innovative Auto-ID-Lösung gefordert

Auf Grundlage bestehender VDA-Empfehlungen sollte ein neues KLT-System entwickelt werden. In diesem Zusammenhang wurde die Suche nach einer innovativen Lösung der automatischen Identifikation (Auto-ID) in das Projekt einbezogen: Die KLT sollten mit RFID-Tags und einem weiteren Auto-ID-Code (optische Lesbarkeit durch einen Datamatrix-Code) unter Berücksichtigung der bestehenden VDA-Empfehlungen bezüglich Kennzeichnung und Datenstandards versehen werden.

Die Erörterung vielschichtiger Aspekte, wie Stapelschemata, Boxeninhalte, Lesestellen oder einem Verfahren bei unlesbar gewordenen RFID-Tags, führte zu einer kontinuierlichen Verfeinerung des Lastenhefts, die Mitte 2016 zur Ausschreibung eines entsprechenden Prüfprozesses führte, mit dessen Durchführung seit Ende 2016 die European EPC Competence Center GmbH (EECC) in Neuss beauftragt ist.

Referenz-RFID-Tag gesucht

Gegenstand des Prüfprozesses ist die Definition von Kennzahlen für einen Referenz-RFID-Tag. Auf Grundlage dieser Referenz wird der VDA eine Liste mit den verfügbaren und getesteten Komponenten erstellen, nach der sich dann seine Mitgliedsunternehmen und andere Anwender richten können.

Somit können logistische Prozesse wie zum Beispiel Beschaffung und Warenwirtschaft nicht zuletzt vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung der Wertschöpfungsketten optimiert werden. Perspektivisch können dann neben den KLT-Herstellern auch die einschlägigen AIM-Mitgliedsunternehmen ihre Produkte durch das EECC prüfen und für den VDA zertifizieren lassen.

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