Fördertechnik

Antworten auf die Diversifizierung der Produktionswelt

31.10.2008 | Redakteur: Volker Unruh

Spezielle Fördertechnik Für praktisch jedes Produkt und jeden Einsatzzweck wird am Markt die geeignete Fördertechnik angeboten, wie das Muldenband für den Tabaktransport.Bild: Forbo Siegling
Spezielle Fördertechnik Für praktisch jedes Produkt und jeden Einsatzzweck wird am Markt die geeignete Fördertechnik angeboten, wie das Muldenband für den Tabaktransport.Bild: Forbo Siegling

Der ausgeprägten Diversifizierung unserer Produktionswelt und der daraus resultierenden Produktvielfalt wird man sich besonders dann bewusst, wenn man sich mit der Menge der hierfür in der Intralogistik eingesetzten Fördertechniken befasst: Diese stehen für Güter jeder Größe, Form und Beschaffenheit zur Verfügung. Der Beitrag stellt hieraus einige Beispiele vor.

Der Begriff Spezialförderer steht für Detlef Walter, den Geschäftsführer der Transnorm System in Harsum, für komplexe Funktion bei hoher Leistung. „Die weltweit wachsenden Anforderungen an eine effiziente Intralogistik führen zu immer höheren Leistungsanforderungen an spezielle Fördermodule, insbesondere im Bereich der Verteilfunktionen, beispielsweise in Kommissionier- und Versandanlagen“, so Walter. Der Wunsch von Anlagenherstellern, alle fördertechnischen Module für branchenübergreifende Anwendungen selbst entwickeln und fertigen zu können „ist legitim, wirtschaftlich aber kaum noch darstellbar“, wie Walter betont.

„Best-in-Class“-Positionen angestrebt

Als Weltmarktführer in der Gurtkurventechnik strebt Transnorm heute bei weiteren Modulen und Lösungen „Best-in-Class“-Positionen an: „Weil wir wissen, dass gerade beim Thema ‚schwieriges Fördergut und hohe Verteilleistungen‘ der Spezialist gefragt ist, agieren wir zunehmend als Entwicklungspartner für Erstausrüster (OEM) und Systemintegratoren der Intralogistik,“ erläutert Walter.

Ein typisches Beispiel stellt der hier vorgestellte Spezialförderer „Mega Merge“ dar, der vorwiegend bei Paketdiensten und in Förderanlagen der produzierenden Industrie eingesetzt wird. Wenn am Ende einer Förderstrecke, „durchaus vergleichbar mit einem Autobahnende, zwei oder drei Spuren auf eine einzige zusammengeführt werden, sinkt, wenn jetzt kein intelligentes Zusammenführen erfolgt, die praktisch mögliche Durchlasskapazität drastisch“, so Walter.

Abhilfe schafft hier der Spezialförderer „TS-Mega Merge“, der wahlweise zwei oder drei Stückgutförderstrecken mit hohen Leistungen zusammenführen und damit den Durchsatz auf der Ausgangsstrecke – je nach Karton- oder Behältergröße und Abstandsmaß – auf mehr als 6000 Einheiten pro Stunde verdichten kann. In der Version mit schwenkbarem Gurtabweiser kann darüber hinaus auch das Kreuzen von Linien realisiert werden.

Gurtförderer mit übergebauten dynamischen Gurtabweisern kombiniert

Der Förderer basiert auf der Kombination eines speziellen Gurtförderers mit ein oder zwei übergebauten dynamischen Gurtabweisern. Die einzelnen Fördergutströme werden durch die angetriebenen Seitenführungen auf dem Gurt quer zur eigentlichen Förderrichtung verschoben und so zu einer einzigen Ausgangslinie zusammengeführt.

Optional vorschaltbare Taktbänder ermöglichen eine optimale Ausnutzung der Leistungskapazität und sichern ein kollisionsloses Ineinanderfügen der Stückgutströme nach dem Reißverschlussprinzip.

Der Basis-Gurtförderer ist mit zylindrischen Antriebs- und Umlenktrommeln, Kopfantrieb und beidseitiger Gurtführung ausgestattet. Durch die relativ großen Trommeldurchmesser von 135 mm können hohe Last-Mitnahmen und große Nennbreiten realisiert werden. Bei nur geringer Gurtspannung garantiert die beidseitige patentierte Gurtführung absolute Spurtreue und macht die üblichen Justage-Arbeiten überflüssig.

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