Versorgungssicherheit Automatisierter Warenfluss im Raumwunder-Logistiklager

Redakteur: Peter Königsreuther

Dematic hat das neue Logistikzentrum von IVF Hartmann unter anderem mit einem Multishuttle-System ausgestattet. Was dieses in Kombination mit anderen Ideen erreicht, zeigt folgender Bericht.

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Im neuen Logistikzentrum des Healthcare-Unternehmens IVF Hartmann in der Schweiz sorgen Systeme von Dematic für den problemlosen Warenfluss. Das ganze Geschehen laufe vor allem relativ platzsparend ab.
Im neuen Logistikzentrum des Healthcare-Unternehmens IVF Hartmann in der Schweiz sorgen Systeme von Dematic für den problemlosen Warenfluss. Das ganze Geschehen laufe vor allem relativ platzsparend ab.
(Bild: K. Dobberke / Dematic)

Das kürzlich eröffnete Logistikzentrum von IVF Hartmann in Neuhausen am Rheinfall habe es im wahrsten Sinne des Wortes in sich. Und auf dem Weg zur vollständigen Automatisierung der Lagerprozesse vertrauten die Schweizer Healthcare-Spezialisten auf das Know-how von Dematic, heißt es weiter.

Der Intralogistikspezialist Dematic entwickelte dazu ein, wie betont wird, platzsparendes Konzept, bestehend aus einer 3-gassigen Hochgeschwindigkeits-Multishuttle-Anlage sowie einem darunterliegenden Kommissionierbereich mit Put-to-Light-System. Das Ganze braucht lediglich 400 Quadratmeter Platz. Genau 60 Shuttles sind dabei, die die Ein- und Auslagerung der auf Tablaren befindlichen Waren übernehmen. Aus rund 10.000 Behälterplätzen wird bedient. Der Warenfluss spielt sich dabei auf zwei Ebenen ab: Im Erdgeschoss ist der neue Kommissionierbereich, während das Multishuttle im Obergeschoss untergebracht ist.

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Die Warenkommissionierung im Detail

Sind die Waren im Kommissionierbereich angekommen, werden sie auf eine von drei Pickstationen, die zwei Pickbereiche bilden, verteilt. Das Put-to-Light-System zeigt an, in welchen Behälter die Ware soll. Das vermeidet Fehler, sagt Dematic. Ergänzt wird der Kommissionierbereich durch vier Packstationen und zwei Arbeitsplätze für den Wareneingang und die Palettenkonsolidierung, heißt es weiter. Um die Bereiche zu verbinden, braucht man hier nur 290 Meter Fördertechnik, betont Dematic.

Auch die Lagerverwaltung wurde modernisiert

Das bisherige manuelle Lager verwaltete bis dahin eine in die Jahre gekommene SAP-WM-Software. Mit den Hartmann-Mitarbeitern überarbeiteten deshalb Dematic-Berater die zugrundeliegenden Abläufe. Sie definierten schließlich ein Template-System für zukünftige Roll-outs. Und die Software SAP Extended Warehouse Management (EWM) verwaltet jetzt alles mit dem Dematic-SAP-Materialfluss-System. So ist auch die direkte Anbindung der Steuerungsebene (SPS) mithilfe des Dematic-Kommunikationsstandards möglich.

Das Ergebnis des Dematic-Konzepts: Wo zuvor die Ein- und Auslagerung sowie die Kommissionierung der Waren manuell erfolgten, laufe der gesamte Materialflusses jetzt automatisch ab. So können die Schweizer schneller beliefern und gleichzeitig die Versorgungssicherheit gewährleisten.

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