Lager-Automatisierung Automatisiertes Lager bringt Kleinteile-Transport auf neues Niveau

Autor / Redakteur: Jürgen Kalkenbrenner / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Stöcklin Logistik hat eine Erweiterung der logistischen Kapazitäten bei Bombardier Transportation in Dreis-Tiefenbach umgesetzt. Die Systemlösung für die automatische Lagerung von Kleinteilen lässt es zu, zwei Behältergrößen über nur eine Fördertechnik zu transportieren.

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Weil die Ladebehälter in den Regalen des automatischen Kleinteilelagers von Bombardier keine horizontalen Auflageträger benötigen, konnte die Stellplatzkapazität im Gebäude deutlich gesteigert werden.
Weil die Ladebehälter in den Regalen des automatischen Kleinteilelagers von Bombardier keine horizontalen Auflageträger benötigen, konnte die Stellplatzkapazität im Gebäude deutlich gesteigert werden.
( Archiv: Vogel Business Media )

Seit 2004 betreibt Bombardier im siegerländischen Dreis-Tiefenbach ein Logistikzentrum, das der auftragsbezogenen Kommissionierung und Versorgung der Produktion mit Komponenten für Drehgestelle dient. Als Generalunternehmer verantwortete die Stöcklin Logistik GmbH, Netphen, seinerzeit die Lieferung und Integration der gesamten Förder- und Lagertechnik sowie des Lagersteuerrechners (LSR) mit Anbindung an SAP R/3.

Erhöhte Stellplatzkapazität im bestehenden Gebäude

Kern des Logistikzentrums ist ein automatisches Kleinteilelager (AKL) auf Basis der Boxer-Technologie, das in diesem ersten Bauabschnitt auf 8800 Behälter- und rund 1700 Tablarstellplätze in drei Gassen dimensioniert worden ist. Zwei Gassen sind für die doppeltiefe Lagerung von Euro-Behältern (600 mm × 400 mm × 220 mm) ausgelegt. Die dritte Gasse dient der einfachtiefen Lagerung von Großbehältern (1200 mm × 400 mm × 320 mm). Verwaltet wird das automatische Kleinteilelager inklusive der vorgelagerten Fördertechnik in SAP R/3 über das Lagermodul WM (Warehouse Management). Das Zusammenspiel zwischen SAP und dem LSR wird über Lagertypen gesteuert.

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Mit dem Boxer hat Stöcklin eine exakt auf die Anforderungen von Bombardier zugeschnittene Intralogistik-Lösung umgesetzt. Gefragt war eine hochleistungsfähige Systemlösung für die automatische und kompakte Lagerung von Kleinteilen, die es auch zulässt, zwei Behältergrößen über nur eine Fördertechnik zu transportieren.

Automatisches Kleinteilelager nutzt verfügbaren Platz bestmöglich aus

Das automatische Kleinteilelager zeichnet sich zudem durch einen bestmöglichen Volumennutzungsgrad aus, da die Ladebehälter in den Regalen keine horizontalen Auflageträger benötigen. Auf diese Weise konnten die Stellplatzkapazitäten innerhalb des bestehenden Gebäudes von Bombardier deutlich erhöht werden.

Mit einer Fahrgeschwindigkeit von 4 m/s erzielen die seit 2004 in Betrieb befindlichen Boxer-AKL-Regalbediengeräte (RBG) Bestnoten im Durchsatz. In Zahlen bedeutet dies, dass bei Bedarf rund 200 Behälter- und zirka 100 Tablarbewegungen pro Gerät und Stunde möglich sind. In Verbindung mit intelligenten Lagersteuerrechner-Strategien ist diese Durchsatzleistung der speziellen Leichtbauweise der Geräte zu verdanken.

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