Batterieaufladung

Bei Batterieladegeräten den gesamten Wirkungsgrad im Blick behalten

| Redakteur: Bernd Maienschein

Da es sich beim Batterieladen um zwei nacheinander geschaltete Prozesse handelt, sollte man als Logistikentscheider den Gesamtwirkungsgrad betrachten.
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Da es sich beim Batterieladen um zwei nacheinander geschaltete Prozesse handelt, sollte man als Logistikentscheider den Gesamtwirkungsgrad betrachten. (Bild: Fronius)

Der österreichische Spezialist für Batterieladesysteme Fronius hat eine ressourcenschonende Generation von Ladegeräten für Antriebsbatterien entwickelt. Die Batterielebensdauer werde damit deutlich verlängert, wie es heißt. Der neuartige Ri-Ladeprozess zeichne sich durch maximale Energieeffizienz aus.

Es ist leider eine Tatsache: Mehr als die Hälfte aller Ladegeräte in Europa, die zum Laden von Flurförderzeug-Batterien gebraucht werden, basieren auf der alten 50-Hertz-Trafotechnik. Deren Wirkungsgrade sind aus heutiger Sicht erschreckend niedrig. Der Gerätewirkungsgrad beträgt durch den Leistungsverlust um die 80 %. Noch geringer ist der Ladewirkungsgrad. Er beträgt rund 70 %. Beide zusammen ergeben einen Gesamtwirkungsgrad von etwa 56 %. Im Klartext heißt das: Von 100 % aus der Steckdose entnommener Energie gehen bei vollgeladener Fahrzeugbatterie im Durchschnitt 44 %, also knapp die Hälfte, an Energie verloren. Das ist in Zeiten wachsenden Bewusstseins für Ressourcenschonung kaum noch vertretbar.

Total Cost of Ownership merklich reduziert

Ein Schritt in die richtige Richtung – wenn auch nur ein kleiner – waren anfänglich Ladegeräte für Antriebsbatterien mit Inverter- beziehungsweise Hochfrequenztechnik (HF-Technik). Diese verfügt über eine gewisse Intelligenz, kontrolliert die Batterie und überwacht den Ladevorgang während der gesamten Ladung. Aber mit einem Gesamtwirkungsgrad von ungefähr 68 % haben diese Ladegeräte einen immer noch vergleichsweise hohenStromverbrauch. Die Ursachen hierfür sind die großen Ladeverluste zu Beginn des Ladens und die Überladung am Ende des Ladevorgangs.

Ein bedeutender Richtungswechsel zu mehr Effizienz war die Entwicklung der „Selectiva“-Batterieladesysteme mit „Active Inverter Technology“ für den Bereich Intralogistik aus dem Hause Fronius. Mit dieser seit 2005 bewährten Technik, die auf der Hochfrequenz-Technik basiert und einen Gesamtwirkungsgrad von rund 74 % erreicht, ließen sich erhebliche Stromkosten sparen, der Wartungsaufwand der Batterien ging zurück, die Batterien hielten länger, man sparte wegen der geringen Baugröße wertvollen Lagerplatz und half der Umwelt, indem die CO2-Emissionen deutlich verringert wurden. Alles in allem reduzierte man die Total Cost of Ownership (TCO) merklich.

Großer Anteil der Energie- an den Gesamtkosten

In Zeiten, in denen die Intralogistik in vielen Unternehmen einen wachsenden Kostenfaktor darstellt, findet verstärkt ein Wandel zu mehr Effizienz statt. Außerdem sind innerhalb der Logistikkette neue Anforderungen an Unternehmen zu verzeichnen, wie zum Beispiel das Thema Nachhaltigkeit. Vielfach haben gerade die Energiekosten einen großen Anteil an den Gesamtkosten. Um diese Kosten weiter wirkungsvoll zu reduzieren, haben die Fronius-Spezialisten eine neue „Selectiva“-Generation mit dreiphasigen Anschlüssen für 24-, 48- und 80-Volt-Antriebsbatterien entwickelt, wie sie in Elektrostaplern, Schmalgangstaplern oder Elektroschleppern genutzt werden. Die neuen Systeme – erkennbar am jetzt schwarz-roten Design – wurden 2013 auf der Fachmesse Logimat in Stuttgart der Öffentlichkeit erstmals vorgestellt. Sie bestechen durch maximale Energieeffizienz, maximale Batterielebensdauer und maximale Sicherheit und werden die Ladesystem-Landschaft dank des neuen Ri-Ladeprozesses von Fronius verändern.

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