RFID-Mittelstandsaward 2010 Bluhm Systeme für Produktionssteuerung mit RFID ausgezeichnet

Redakteur: Volker Unruh

Bluhm Systeme ist Preisträger des RFID-Mittelstandsawards 2010. Das Unternehmen konnte die Jury mit einem RFID-System beim Polymerhersteller Rehau überzeugen, der mithilfe von RFID seine Stoßfänger produziert und rückverfolgen kann. Das RFID-Projekt ist eines der ersten, in denen Smartlabels in einem extrem großen Umfang in einem automatischen Produktionsprozess zuverlässig beschrieben und appliziert werden.Generalunternehmer für die RFID-Anwendung bei Rehau ist die Siemens AG, die Bluhm Systeme für den Bereich Etikettierung einbezogen hat.

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Achim Runneck, Rehau (links), und Andreas Koch, Bluhm Systeme (Mitte), erhalten von Prof. Dr. Ing. Karl-Heinz Wehking, Institut für Fördertechnik und Logistik an der Universität Stuttgart, den RFID-Mittelstandsaward 2010. Bild: Kraufmann
Achim Runneck, Rehau (links), und Andreas Koch, Bluhm Systeme (Mitte), erhalten von Prof. Dr. Ing. Karl-Heinz Wehking, Institut für Fördertechnik und Logistik an der Universität Stuttgart, den RFID-Mittelstandsaward 2010. Bild: Kraufmann
( Archiv: Vogel Business Media )

Der RFID-Mittelstandsaward wurde vom Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr und dem Projekt „RFID für kleine und mittlere Unternehmen“ in diesem Jahr zum zweiten Mal vergeben worden. Zusammen mit dem Bundesverband IT-Mittelstand (vormals VDEB) wurde er am 2. Dezember auf dem RFID Anwendersymposium in Stuttgart verliehen.

RFID bringt greifbaren Nutzen

Im Rahmen des 5. RFID-Anwendersymposiums nahm Andreas Koch, Vertriebsdirektor Bluhm Systeme, gemeinsam mit Herrn Achim Runneck, Abteilungsleiter Production & Warehouse Management bei der Rehau AG, die Auszeichnung entgegen.

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Wie Koch berichtet, beschäftigt sich Bluhm schon seit Jahren mit dem Thema RFID. Viele brächten diese Technik nur mit den Forderungen der großen Handelskonzerne in Verbindung. Die Anwendung bei Rehau habe aber gezeigt, dass RFID – sinnvoll eingesetzt – in anderen Bereichen durchaus auch einen greifbaren Nutzen für den Kunden bringen kann.

Im konkreten Fall verbessere RFID die Produktionssteuerung, unterstütze die Einhaltung der Qualitätsstandards und ermögliche eine lückenlose Kontrolle von Fertigung und Logistik.

RFID-Tags schnell und sicher anbringen im Tamp-Blow-Verfahren

Bei Rehau kommen sogenannte Print, Code & Apply-Systeme von Bluhm zum Einsatz. Die Neuartigkeit dieser Geräte bestehe darin, so Bluhm, dass die beschriebenen und bedruckten RFID-Tags extrem schnell und sicher im sogenannten Tamp-Blow-Verfahren aufgebracht werden. Früher sei das Aufbringen der Etiketten nur im Tamp-Verfahren möglich gewesen, bei dem die Etiketten durch Andrücken der Platte auf das Produkt aufgeklebt werden.

Im Gegensatz dazu werden beim schonenden Tamp-Blow-Verfahren die Etiketten per Luftstoß in Sekundenschnelle auf das Produkt geschossen, ohne jegliche Gefahr, dabei die empfindliche Produktoberfläche zu beschädigen.

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