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Positionserfassung Container Terminal Burchardkai erhält neues Ortungssystem

| Redakteur: Claudia Otto

Die Container-Transportfahrzeuge des Container Terminals Burchardkai im Hamburger Hafen werden mit dem Local Positioning Radar (LPR) der Symeo GmbH ausgestattet. Einen entsprechenden Liefervertrag hat Symeo eigenen Angaben zufolge vor kurzem mit dem Terminalbetreiber abgeschlossen.

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Antenne des Symeo Ortungssystems auf einem der rund 110 Van Carrier im Container Terminal Burchardkai im Hamburger Hafen. Bilder: Symeo
Antenne des Symeo Ortungssystems auf einem der rund 110 Van Carrier im Container Terminal Burchardkai im Hamburger Hafen. Bilder: Symeo
( Archiv: Vogel Business Media )

Der Container Terminal Burchardkai der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) ist die größte und älteste Anlage ihrer Art im Hamburger Hafen. 27 Containerbrücken laden und löschen dort jährlich bis zu 5000 Schiffe, und innerhalb der nächsten Jahre soll sich die Umschlagskapazität mithilfe moderner Großschiffsliegeplätze und eines automatisierten Blocklagersystems verdoppeln.

Schrittweise gesamte Flotte mit Ortungssystem ausrüsten

Zurzeit bewegen zirka 110 Van Carrier (Portalhubwagen) und sieben Rahmenstapler die Container auf dem Terminalgelände, wobei die Rahmenstapler ausschließlich im Leercontainerbereich arbeiten. Geplant ist nun, diese Flotte von 6 bis 12 m hohen Fahrzeugen schrittweise komplett mit dem LPR-System zur Positionserfassung auszurüsten. Es dient indirekt zur stellplatzgenauen Ortung der Container auf dem Gelände.

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Erstmals lückenlose Positionserfassung möglich

Das Ortungssystem arbeitet laut Hersteller wetter- und sichtunabhängig auf Funkbasis und ist unempfindlich gegen Verschmutzungen. Damit sei nun erstmals, in allen Bereichen des Terminals, insbesondere in den Übergabeflächen zum neuen Automatiklager eine lückenlose Positionserfassung der Fahrzeuge möglich. Außerdem spielt die Höhe von Fahrzeugen keine Rolle, während das Lasersystem nur jeweils Fahrzeuge einer Höhe erfassen kann. Schließlich waren die Lasergeräte in die Jahre gekommen und produzierten zunehmend Wartungs- und Reparaturkosten. Die LPR-Geräte haben keine beweglichen Teile und sind dagegen praktisch wartungsfrei, wie es heißt.

Ebenfalls im Einsatz befindliche D-GPS-Empfänger hatten das Problem, dass die Signale der GPS-Satelliten von nahegelegenen höheren Strukturen, Containerstapeln oder Schiffen abgeschattet werden, besonders auch unter den Schiffsentladekranen sowie wiederum im Übergabebereich zum Automatiklager ist daher keine zuverlässige Ortung mit GPS möglich. Dagegen könne das Symeo-System durch geeignete Verteilung der festmontierten Transponder auf dem Terminalgelände auch schwierige Bereiche sicher abdecken.

Auf Exaktheit und Zuverlässigkeit getestet

Getestet wurde das System intensiv im Containerdepot, in den Bereichen unter den Schiffsentladekranen, im Übergabebereich zum Automatiklager und im Leercontainerlager, jeweils auf Van Carriern unterschiedlicher Bauhöhe. Überall wurden die Erwartungen erfüllt. Das Ziel war eine hohe Zuverlässigkeit des Systems und eine Positionserfassung mit ±1 m Genauigkeit nachzuweisen. In dem 14-wöchigen Test überzeugte die hohe Verfügbarkeit des Systems von 99,2% und eine erreichbare Genauigkeit ±20 cm, heißt es.

Symeo wird nun sukzessive die gesamte Fahrzeugflotte am Burchardkai mit dem Ortungssystem ausrüsten. Die ersten zehn Van Carrier werden bis Juni dieses Jahres ausgestattet. Bis Ende 2011 sollen weitere 40 Fahrzeuge ausgerüstet sein. Die Positionserfassung erfolgt zunächst im Depot und in den Übergabebereichen zum neuen Automatiklager. Darüber hinaus soll die Ortung in einem zweiten Schritt auf den Bereich unter den Schiffsentladekranen erweitert werden. Für solche Anforderungen sei die Symeo-Lösung die einzige auf dem Markt, die eine Positionserfassung mit der geforderten Zuverlässigkeit und Genauigkeit gestatte.

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