Logistikumfragen Cyberkriminalität bleibt größtes Risiko der Logistikbranche

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 1 min Lesedauer

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Die Logistics Hall of Fame (LHOF) hat in Kooperation mit der Schunck Group eine Umfrage zum Thema Cyberkriminalität gestartet. Cybervorfälle erreichen demzufolge im Risikoranking erstmals 100 Prozent.

Dominiert das aktuelle Risikoranking von Unternehmen in der Logistik: die Gefahr der Cyberkriminalität.(Bild: ©  Padang Pidie - stock.adobe.com)
Dominiert das aktuelle Risikoranking von Unternehmen in der Logistik: die Gefahr der Cyberkriminalität.
(Bild: © Padang Pidie - stock.adobe.com)

Laut der aktuellen Befragungsreihe der Logistics Hall of Fame (LHOF) in Kooperation mit der Schunck Group erreichen Cyberkriminalität und Cybervorfälle im Risikoranking als eine der drei größten gefahren für die weltweite Logistik erstmals 100 Prozent, Unterbrechungen der Lieferketten fallen nach einem Höchstwert im Frühjahr dagegen deutlich zurück. Im April 2026 hätte dieser Wert bei 75,9 Prozent gelegen, im Mai 2025 bei 75 Prozent. Damit erreicht die Sorge vor Angriffen aus dem Netz den höchsten Wert, seit die zweimal jährlich stattfindende Befragungsreihe läuft.

Dass sämtliche Befragten Cyberkriminalität unter ihren größten Risiken nennen, ist ein deutliches Signal. Cyberangriffe treffen Unternehmen jeder Größe und jeder Branche.

Thomas Wicke, Geschäftsführer der Schunck Group

Auf den weiteren Plätzen folgen politische Risiken mit 48,1 Prozent und Fachkräftemangel mit 40,7 Prozent. Beide haben gegenüber der Befragung im April an Gewicht verloren: Politische Risiken lagen bei der zuletzt durchgeführten Befragung bei 65,5 Prozent, der Fachkräftemangel bei 51,7 Prozent. Im Vergleich zur Vorjahresbefragung fällt der Rückgang beim Fachkräftemangel mit mehr als 34 Prozentpunkten (damals 75 Prozent) noch deutlicher aus. Politische Risiken liegen dagegen weiterhin über dem Niveau von 2025 (43,75 Prozent).

Das Problem kann man nicht aussitzen

Cyberangriffe ließen sich nicht wie beispielsweise eine Krise im Nahen Osten oder eine Zollentscheidung am Horizont beobachten – sie könnten unmittelbar und ohne Vorwarnung eintreten, heißt es von Seiten Schunck. „Wer seine IT-Sicherheit, seine Notfallprozesse und seine Mitarbeitenden nicht kontinuierlich auf den Prüfstand stellt, geht damit ein extremes Risiko ein, das sich definitiv nicht aussitzen lässt“, macht Schunck-Geschäftsfürher Wicke deutlich.

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