Elektromobilität Würth Industrie Service hilft Speditionspartnern beim Stromladen

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 1 min Lesedauer

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C-Teile-Spezialist Würth Industrie Service hat auf seinem Firmengelände in Bad Mergentheim einen Smart Charging Cube installiert – in Zusammenarbeit mit MAN Truck & Bus und AW Automotive.

An seinem Standort in Bad Mergentheim erweitert Würth Industrie Service die Ladeinfrastruktur für elektrisch betriebene Lastkraftwagen.(Bild:  Verena Balles/Würth Industrie Service)
An seinem Standort in Bad Mergentheim erweitert Würth Industrie Service die Ladeinfrastruktur für elektrisch betriebene Lastkraftwagen.
(Bild: Verena Balles/Würth Industrie Service)

E-Lkw benötigen Ladeinfrastruktur dort, wo sie be- und entladen werden, um keine Zeit zu verlieren. Ein Smart Charging Cube bei Würth am Standort Bad Mergentheim ermöglicht es jetzt, elektrisch betriebene Lastkraftwagen direkt am Umschlagpunkt mit Energie zu versorgen und den Ladevorgang in bestehende Be- und Entladeprozesse zu integrieren. Dadurch können vorhandene Standzeiten genutzt, zusätzliche Fahrten zu externen Ladestationen reduziert und die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge für nachfolgende Touren verbessert werden, wie es heißt. Würth schafft sich damit Planungssicherheit für den weiteren Ausbau einer zukunftsfähigen Transportlogistik. Wie von Würth zu erfahren ist, erfolgen bereits heute 16 der 26 regelmäßigen Abholungen am Standort elektrisch, wobei rund 90 Lkw das Gelände täglich passieren.

Hohe Ladeleistung bei geringer Netzanschlussleistung

Der in enger Zusammenarbeit mit MAN Truck & Bus und dem Lade- und Speicherspezialisten AW Automotive installierte Smart Charging Cube kombiniert Batteriespeicher, Leistungselektronik und Ladepunkt in einer kompakten Einheit. Sein wesentlicher Vorteil gegenüber fest installierten Schnelladesäulen liege, wie Würth angibt, in der flexibleren Nutzung der vorhandenen Netzanschlussleistung. Während eine fest installierte Ladesäule für eine Abgabe von 400 Kilowatt in der Regel von Beginn an entsprechend leistungsfähig an das Stromnetz angeschlossen sein müsse, könne der Cube beispielsweise mit 80 Kilowatt Netzanschlussleistung betrieben werden und dennoch bis zu 400 Kilowatt Ladeleistung bereitstellen. Der Speicher selbst deckt dann die Differenz zwischen Netzanschluss- und Ladeleistung ab.

Je nach Ausführung kann das System bis zu vier Ladepunkte versorgen und verfügt über eine Speicherkapazität von 500 bis 2.000 Kilowattstunden. Zudem lassen sich Strom aus Photovoltaikanlagen einbinden sowie Lastspitzen durch einen dynamischen Strombezug abfedern. Damit eigne sich die Lösung, wie es abschließend heißt, insbesondere für Standorte, an denen die bestehende Netzinfrastruktur einen sofortigen Ausbau mit leistungsstarken, fest installierten Ladesäulen begrenze.

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