Umweltbilanz-Studie Öko-Institut untersucht Umweltbilanz von Tiefkühlprodukten

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 2 min Lesedauer

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Das Öko-Institut hat ausgewählte Tiefkühlprodukte mit gekühlten, ungekühlten und selbst zubereiteten Lebensmitteln verglichen. Der Energieeinsatz ist dabei nur ein Teil der Umweltbilanz.

Tiefkühlprodukte lassen sich lange lagern und häufig bedarfsgerecht portionieren. Das kann zur Verringerung von Lebensmittelabfällen führen.(Bild: ©  pureshot - stock.adobe.com)
Tiefkühlprodukte lassen sich lange lagern und häufig bedarfsgerecht portionieren. Das kann zur Verringerung von Lebensmittelabfällen führen.
(Bild: © pureshot - stock.adobe.com)

Im Auftrag des Deutschen Tiefkühlinstituts hat das Öko-Institut seine Studie „Umweltbilanz Tiefkühlkost 2025“ erarbeitet. Angesichts des Energiebedarfs für Tiefkühlung, Lagerung und Kühlkette liegt der Verdacht nahe, dass Tiefkühlprodukte nicht sehr umweltverträglich sind. Fest steht jedenfalls: Tiefkühlung und die durchgängige Kühlkette benötigen Energie. Für die Umweltbilanz eines Lebensmittels sei dieser Energieeinsatz jedoch nur ein Faktor unter vielen, wie aus der jetzt vorgelegten Studie hervorgeht. Die untersuchten Tiefkühlprodukte würden nicht automatisch höhere Umweltwirkungen aufweisen als die verglichenen Lebensmittel, die „nur“ gekühlt oder gar ungekühlt angeboten oder selbst zubereitet werden – ihre Umweltwirkungen liegen insgesamt auf einem ähnlichen Niveau, wie die Studie zutage fördert. Ob ein Lebensmittel tiefgekühlt, gekühlt oder ungekühlt angeboten oder selbst zubereitet werde, lasse für sich genommen noch keinen Schluss auf seine Umweltbilanz zu.

Tiefkühlung benötigt Energie. Die Ergebnisse zeigen aber, dass daraus nicht automatisch eine schlechtere Umweltbilanz folgt.

Sabine Eichner, Geschäftsführerin des DTI

Die Studie untersucht die Umweltwirkungen ausgewählter, alltagsrelevanter Tiefkühlprodukte über ihren gesamten Lebensweg und vergleicht sie mit gängigen Alternativen. Analysiert wurden tiefgekühlte Lebensmittel aus sieben Produktgruppen: Weizenbrötchen (Backwaren), Mandel-Bienenstich-Torte (Feingebäck), Erbsen (Gemüse), Hühnerfrikassee (Fertiggerichte), Pommes frites (Kartoffelerzeugnis), Rindfleisch-Burger-Patty (Fleisch) sowie Pizza Salami (Pizza).

Tiefkühlung alleine ist nicht entscheidend

Insgesamt unterscheiden sich die untersuchten Tiefkühlprodukte in ihren Umweltwirkungen nur geringfügig von denen vergleichbarer alternativer Angebotsformen, wie es heißt. Je nach Produkt, Modellszenario und Umweltwirkungskategorie liegen sie auf einem ähnlichen Niveau. Teilweise schneiden sie leicht besser, teilweise leicht schlechter ab.

Vielmehr seien einzelne Faktoren entlang des gesamten Lebensweges der untersuchten Produkte entscheidend, darunter insbesondere die eingesetzten Zutaten, der Umgang der Verbraucher mit Lebensmitteln im Haushalt (vor allem bei Lagerung und Zubereitung) sowie die mit der Strombereitstellung verbundenen Emissionen, die von dem zugrunde gelegten Strommix abhängen. DTI-Geschäftsführerin Eichner: „Tiefkühlprodukte bieten Vorteile durch ihre lange Haltbarkeit und die Möglichkeit, sie oftmals bedarfsgerecht zu portionieren. So kann genau die Menge entnommen werden, die tatsächlich benötigt wird. Das kann dazu beitragen, Lebensmittelabfälle zu verringern.“

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