Transportnetzwerk
50 Jahre Globalisierung mit DSV

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 3 min Lesedauer

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Im Jahr 2026 kann der dänische Logistikriese DSV auf ein halbes Jahrhundert erfolgreiche Firmengeschichte zurückblicken. Hier lesen Sie eine kleine Chronologie dieses Erfolgs ...

Bei seiner Gründung 1976 hat DSV Waren gegen eine geringe Provision transportiert, basierend auf einem kapitalarmen Geschäftsmodell.(Bild:  DSV)
Bei seiner Gründung 1976 hat DSV Waren gegen eine geringe Provision transportiert, basierend auf einem kapitalarmen Geschäftsmodell.
(Bild: DSV)

Um es als Logistikunternehmen in die Primetime-Nachrichten der Öffentlich-Rechtlichen zu schaffen, bedarf es schon etwas Besonderem. Die Übernahme des Augsburger Anbieters Kuka durch ein chinesisches Unternehmen ist ein solches Beispiel aus der Technikwelt, wo Roboter immer stärker Einzug in die Intralogistik halten. Oder der Cosco-Einstieg – wieder ein chinesischer Staatskonzern – beim Hamburger Hafen. Dass Mergers & Acquisitions durchaus auch einen europäischen Hintergrund haben können, beweist ein dänischer Logistikdienstleister, der in diesem Jahr erst junge 50 Jahre wird: DSV. Im letzten Jahr sah man auch deren Logo vermehrt in ARD und ZDF, denn die Dänen waren dabei, sich DB Schenker einzuverleiben, vormals stolzes Vorzeigeunternehmen des DB-Konzerns und damit im Besitz des deutschen Staats. Die Übernahme ist inzwischen abgeschlossen und DSV-CEO Jens H. Lund berichtete in der Telekonferenz am 22. Juli von einer „erfolgreichen Integration“.

Zusammenschluss und globale Expansion

Leif Tullberg und die neun unabhängigen Speditionen, die sich 1976 als De Sammensluttede Vognmænd (die vereinigten Fuhrunternehmer) zusammenschlossen, dachten sicher nicht an die Möglichkeiten, die sich aus ihrer damaligen Entscheidung entwickeln sollten. Von Beginn an war im Unternehmen, das als Transportabteilung für seine Eigentümer an den Start gegangen war und Transporte über ein provisionsbasiertes Modell organisierte, der Begriff „Expansion“ scheinbar in die Wiege gelegt. Denn schon ab 1989 setzte das Unternehmen verstärkt auf gezielte Akquisen und legte damit den Grundstein für seine globale Ausrichtung (siehe auch nebenstehende Zeitleiste). Mit der Übernahme der DFDS Dan Transport Group im Jahr 2000 begann nach eigener Darstellung „eine neue Phase des internationalen Wachstums“. Kurz darauf strukturierte DSV sein Geschäft in die drei Divisionen Road, Air & Sea und Contract Logistics.