Procurement

Das B2B-Portal als Motor der digitalen Transformation

| Autor / Redakteur: Dr. Michael Bark / Benedikt Hofmann

Eine ganzheitliche Portalstrategie kann unternehmensweit Nutzen stiften.
Eine ganzheitliche Portalstrategie kann unternehmensweit Nutzen stiften. (Bild: © everythingpossible - Fotolia.com)

Die Bedeutung von Portalen wächst. Jetzt, unter den Bedingungen der fortschreitenden Digitalisierung, schicken sich Portale an, für Unternehmen tatsächlich jene Bedeutung zu bekommen, die manche ihnen schon vor Jahrzehnten prophezeit haben.

Das Thema Portale hat eine Geschichte, die wenigstens ein bis zwei Jahrzehnte zurückreicht. Wirklich durchgesetzt haben sie sich damals aber nicht. Die allgemeine Digitalisierung hat das jetzt geändert. Portale sind erwachsen geworden und die Fachabteilungen treiben das Thema voran, auch im B2B-Kontext. Aus gutem Grund: Privat- wie Geschäftskunden erwarten heute einen bequemen, mobilen und umfassenden Zugang zu Anbietern, Herstellern, Zulieferern und Geschäftspartnern, im Idealfall rund um die Uhr. Gleichzeitig sind Portale aber keine groß aufgehängten IT-Themen mit dedizierter Portalsoftware mehr. Die Fachabteilungen verlangen schnelle Lösungen, mit kurzer Time-to-Market. Trotzdem sind Unternehmen gut beraten, für ihre Portalprojekte eine Gesamtstrategie zu entwickeln.

Portale setzen sich durch

Seit Jahren – im Internetzeitalter entspricht das Dekaden – bringen die großen Anbieter wie IBM und Oracle Portallösungen auf den Markt, auch im Open-Source-Bereich gab es Lösungen, wie etwa JBoss Portal und Liferay. Aber all diese Portallösungen haben den Markt in der Breite nicht durchdringen können. Heute hat das Portalthema eine ganz andere Dynamik – nur geht es nicht mehr um aufwendige Riesenprojekte, die die IT-Abteilungen zu verantworten haben, sondern um die Ansprüche der Fachabteilungen, die schnelle Resultate erwarten. Wenn ein Unternehmen heute seinen Kunden eine bequeme Self-Service-Option bieten möchte, will es vor allem schnell am Markt sein, um im digitalen Wettbewerb nicht zurückzufallen. Agilität ist ein wesentliches Kriterium für ein gutes Portalprojekt – und für eine erfolgreiche digitale Transformation.

Mehr Zufriedenheit und Effizienz

Die modernen Anforderungen, die im Zeitalter des Always-on, der umfassenden Digitalisierung und der vielfältigsten mobilen Endgeräte inzwischen auch die Geschäftskunden an die Interaktion mit ihren Partnerunternehmen stellen, stehen bei etlichen aktuellen B2B-Portalprojekten im Fokus. Dabei führen Self-Service-Möglichkeiten auch beim Anbieter zu Effizienzsteigerungen. Wenn der Businesskunde via Portal einen Zugang zu allen relevanten Daten erhält – etwa zu Verträgen, individuellen Rabattstaffeln oder der Bestellhistorie –, entlastet das den Personalbedarf bei der Kommunikation. Trotz einer 24/7-Verfügbarkeit braucht der Anbieter weniger Ressourcen und Sachbearbeiter. Onlineprozesse, die die Geschäftskunden über ein Portal einbeziehen, verringern telefonische und elektronische Nachfragen und damit verbundene Folgetätigkeiten. Wenn dann auch noch Vorgänge wie die Angebotserstellung über das Portal zu erledigen sind, entfallen zudem Medienbrüche und auch die Kosten für den Druck und Versand von Dokumenten werden drastisch reduziert.

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