Mobile Datenerfassung Daten schnell, sicher und mobil erfassen

Von Reinhard Irrgang

Mobile Datenerfassung (MDE) ist für die Logistik unerlässlich. Denn erst eine klare, stets aktuelle und transparente Datenlage und in Echtzeit verfügbare Informationen ermöglichen präzise und wirtschaftliche Logistikprozesse. In der Intralogistik beispielsweise lassen sich mit hochleistungsfähigen mobilen Terminals alle erforderlichen Daten, etwa für Kommissionieraufgaben, Warenein- und -ausgang, Lagerhaltung und Inventur, professionell erfassen und auch bereitstellen.

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Mit dem mobilen Computer MC3300 lassen sich Barcodes in unmittelbarer Nähe ebenso zuverlässig erfassen wie im höchsten, bis zu 21 Meter entfernten Lagerregalfach.
Mit dem mobilen Computer MC3300 lassen sich Barcodes in unmittelbarer Nähe ebenso zuverlässig erfassen wie im höchsten, bis zu 21 Meter entfernten Lagerregalfach.
(Bild: Zebra)

Reichwald + Co. in Netphen bietet höchste Standards in den Bereichen Stahlhandel, Maßbleche und Anarbeitung, Handelsware in unterschiedlichsten Güten und Qualitäten sowie Produktions- und Serviceleistungen. Die Auftragssteuerung, das Verteilen auf entsprechende Fertigungsbereiche und die Konsolidierung des Kundenauftrags bilden den Kern der täglichen Arbeit.

Zu den besonderen Herausforderungen zählt die Arbeit mit großen Gewichten im Brennschneidbetrieb. Falsch zugeordnete Bauteile stellen einen großen Zeitfaktor dar, da jeder Kranhub Zeit und Geld kostet. Bisher wurde mit Kommissionsscheinen in Papierform gearbeitet, das Wiederauffinden von Bauteilen dauerte sehr lange, eine Platzänderung von zu bearbeitenden Kundenkommissionen war unmöglich.

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Zur Arbeitserleichterung und Prozessoptimierung entschied sich Reichwald für die Handrückenscanner von Nimmsta. In einem ersten Schritt wurde das System zum Kommissionieren, Verdichten und das Zu-Sortieren von Bauteilen zu bestehenden Kundenaufträgen eingesetzt. Mit zwölf Handrückenscannern von Nimmsta wurde die gesamte Kommissionierung auf papierlos umgestellt. Reichwald nutzt „Nimmsta Pro“. Dieser einfach integrierbare Scanner ist bidirektional an das Warenwirtschaftssystem angebunden und erlaubt eine freie Konfiguration des Touchdisplays. Auf diesem erscheinen Informationen zum nächsten Auftrag wie Artikelstandort, Anzahl, Gewicht, Masse des Bauteils, Liefertermin und Kundenname, zudem lassen sich Eingaben durchführen, sodass die Mitarbeiter interaktiv durch den Arbeitsprozess geführt werden können.

Leichte Scanner für schwere Teile

Der 45 Gramm leichte Scanner lässt sich mühelos auf dem Handrücken tragen, die Mitarbeiter haben die Hände frei, um die schweren Stahlbauteile zu kommissionieren. Der integrierte Hochleistungsscanner erfasst bis zu 4 Meter entfernte Barcodes, schafft 6.000 Scanzyklen und bis zu vier Scans pro Sekunde. Die Akkulaufzeit reicht für eine 8-Stunden-Schicht.

Nimmsta bietet ein modulares Baukastensystem aus Stulpen für Links- und Rechtshänder, Trigger-Pads mit Auslöser und Hochleistungsscanner, sodass sich alle Mitarbeiter ihre Geräte für hohen Tragekomfort zusammenstellen können. Die Zeitersparnis beim Suchvorgang beträgt nunmehr 50 Prozent. Geschäftsführer Falko Reichwald schätzt, dass durch die problemlose Umstellung auf die Handrückenscanner jährlich ein hoher fünfstelliger Betrag eingespart wird. Auch die Fehlerquote konnte sehr deutlich gesenkt werden.

Skorpio X5 von Datalogic ist die neue, leistungsstarke Generation tastenbasierter Android-Mobilcomputer für Datenerfassung. Ob Lagerhaltung, Fulfillment, Inventur, Filialbetrieb, Versand oder Wareneingang – eine schnelle und akkurate Datenerfassung ist für die Bereitstellung von Echtzeit-Datentransparenz unerlässlich. Der Prozessor des Skorpio X5 liefert High-End-Rechenleistung für anspruchsvollste mobile Anwendungen. Das 4,3 Zoll große Display bietet eine ausgezeichnete Lesbarkeit bei allen Lichtverhältnissen.

Das Gerät hält Stürzen aus bis zu 1,8 Metern Höhe auf Beton stand und ist gegen Staub und nach IP65 gegen Strahlwasser geschützt. Das leichte, ergonomische Design steigert die Produktivität des Bedieners bei allen Scan-intensiven Anwendungen. Mit gut sichtbaren Funktionstasten können Shortcuts für häufig genutzte Anwendungen konfiguriert werden, zudem sorgt die Softspot-Technologie für benutzerfreundliches Scannen.

An Scan-Engines stehen der Linear-Imager, der Standard-2D- oder der Mid-Range-Imager zur Auswahl. Zudem ist der Skorpio X5 XLR nun mit dem innovativen 2D-Imager Extra-Long-Range (XLR) für den Fern- und Nahbereich verfügbar, mit dem sich sehr schnell Codes aus kurzer Distanz und auch aus Entfernungen von bis zu 20 Metern erfassen lassen.

Sicheres Einlesen von 1D- und 2D-Codes sowie RF-Tags

Für branchenspezifische Anwendungen beispielsweise in der Einzelhandels-, Fertigungs- und Logistikbranche konzipiert sind die Mobilcomputer IT-G600 und IT-G650 von Casio. Die Geräte sind mit einer der leistungsstärksten CPUs ihrer Produktkategorie sowie mit einem 4-Gigabyte-RAM-Arbeitsspeicher ausgestattet. Das Betriebssystem Android 9 macht die Handhelds sehr vielseitig. Während der IT-G600 mit numerischer Tastatur und einem 4,7-Zoll-Full-Touchdisplay ausgestattet ist, verfügt der IT-G650 über einen großen 5,5-Zoll-Full-Screen. Der Scanner ist an der Rückseite mit einem 25-Grad-Neigungswinkel angebracht und ermöglicht somit einfaches, ergonomisches Scannen von Barcodes über Kopf, auf Brusthöhe und in Bodennähe.

Zur Ausstattung der Geräte zählen ein CMOS-Scanner für das Einlesen von 1D- und 2D-Codes, eine 13-Megapixel-Kamera sowie ein RFID-Modul zum Lesen von RF-Tags und zum sicheren Anmelden der Mitarbeiter per Smart-ID-Ausweis. Der IT-G600 hält einem Sturz aus 1,8 Metern stand, der IT-G650 aus 1,5 Metern, mit Bumper sogar aus 2,5 beziehungsweise 2,1 Metern. Beide Modelle können in Temperaturbereichen von -20 bis 50 Grad Celsius eingesetzt werden und sind staub- und wasserdicht.

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Denso Wave Europe hat mit dem SP1 bereits einen Radio-Frequency-Identification-Scanner auf den Markt gebracht, der einfache Smart-Geräte zu High-Speed-UHF-RFID-Scannern macht. Mit der neuen Autopilotfunktion scannt der SP1 Tags noch schneller und vollständiger als bisher. Im Vergleich zur vorherigen Leistung können Unternehmen ihre Inventurzeit um bis zu 50 Prozent reduzieren.

Mit Autopilotfunktion 1.000 Tags pro Sekunde scannen

Der nahezu selbsterklärende SP1-Autopilot unterstützt Mitarbeitende in Retail und Logistik entscheidend, je nach Situation passt sich der Lesemodus automatisch an: So werden zuerst die hochempfindlichen und dann die schwierigen Tags gescannt, was zu hoher Zeitersparnis bei Inventuren führt. Auch der ergonomisch gestaltete Griff und das geringe Gewicht von nur 400 Gramm machen den SP1-RFID-Scanner zu einem optimalen Tool.

Befestigungen oder Quad-Locks für den SP1 sorgen dafür, dass sich Denso-Geräte, wie beispielsweise der BHT-1800, aber auch smarte Android- und iOS-Geräte unkompliziert verbinden lassen. Scannte der SP1-Scanner bisher schon aus bis zu 13 Metern Entfernung 700 Tags pro Sekunde, sind es jetzt mit der Autopilot-Technologie bis zu 1.000. Damit deckt der RFID-Scanner eine Fläche bis zu 530 Quadratmeter ab – ein großer Vorteil für die Lagerverwaltung und bei Inventuren.

Bis zu 20 Meter Lesereichweite und 26 Stunden Betrieb

Das Handheld-Terminal HT730 von Unitech lässt sich in Lager-, Logistik- und Produktionsumgebungen vielseitig einsetzen. Mit der leistungsstarken Scan-Engine lassen sich 1D- und 2D-Codes mit einer Geschwindigkeit von 60 fps (frames per second) schnell und akkurat erfassen. Der leicht geneigte Winkel von 30 Grad ermöglicht das Scannen mit angenehmer Handhaltung. Mit der Lesereichweite von bis zu 20 Metern lassen sich Laufwege reduzieren und selbst Barcodes in oberen Regalfächern leicht erfassen.

Das HT730 mit dem Betriebssystem Android 10 verfügt über eine neue Prozessortechnologie für effektivere Datenverarbeitung: Integriert ist der Qualcomm-Octacore-Prozessor 720G mit einer Taktfrequenz bis zu 2,3 Gigahertz.

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MDE und Roboter
Automatisierte Datenerfassung für den Einzelhandel

Mit „ShelfView“ können die Daten über mobile Geräte als auch über autonome Roboter gesammelt werden.
Mit „ShelfView“ können die Daten über mobile Geräte als auch über autonome Roboter gesammelt werden.
( Bild: Scandit )

Scandit, führender Anbieter von Smart-Data-Capture-Lösungen, präsentierte kürzlich die automatisierte Datenerfassungs- und -analyselösung „Shelf View“. Hiermit können Einzelhändler In-Store-Daten wie Preise und Lagerstandorte mühelos erfassen und verarbeiten sowie auf Grundlage dieser Echtzeitinformationen schnelle und fundierte Entscheidungen treffen. „Shelf View“ nutzt verschiedene Computer-Vision-Technologien, um Bilder zu verarbeiten, die sowohl über mobile Geräte als auch über autonome Roboter gesammelt werden können. Bei diesem hybriden Ansatz kommen unter anderem Augmented Reality (AR), Objektidentifizierung, Objekterkennung und optische Zeichenerkennung zum Einsatz.

„Shelf View“ unterstützt Einzelhändler beispielsweise bei der reibungslosen Kommissionierung in der Filiale: Mithilfe von Robotern liefert es den Mitarbeitern für die Kommissionierung die genauen Produktstandorte, was zu niedrigeren Substitutionsraten führt.

Zudem kann „Shelf View“ durch autonome Datenerfassung via Roboter Regal- und Palettenetiketten scannen, um den genauen Standort von Produktpaletten für den Nachschub zu eruieren; dadurch können Filialen bis zu 150 Minuten pro Tag einsparen.

Dank seiner ergonomischen Form lässt sich der HT730 auch mit nur einer Hand sehr gut bedienen. Das 4-Zoll-Display ist auch bei hellem Umgebungslicht gut lesbar und für Einsätze im Innen- wie im Außenbereich geeignet. Der Touchscreen ist äußerst berührungsempfindlich, weshalb auch mit Handschuhen und bei nasser Oberfläche leicht navigiert werden kann.

Das Terminal ist gegen Staub und Wasser geschützt und entspricht den Standards der Schutzarten IP65 und IP67. Es ist resistent gegen Stürze aus 1,8 Metern beziehungsweise mit Schutzhülle aus 2,4 Metern Höhe und in Temperaturbereichen von -20 bis zu 50 Grad Celsius einsetzbar. Der Hochleistungs-Akku ermöglicht Laufzeiten von 20 bis 26 Stunden und kann bei laufendem Gerät gewechselt werden.

Der mobile Computer Dolphin CK65 von Honeywell basiert auf der verbreiteten Mobility-Edge-Software-und-Hardware-Plattform, lässt sich problemlos integrieren und bietet hohe Verlässlichkeit und Skalierbarkeit. Zu den wesentlichen Features zählen Dateneingabe per Touchscreen und Tastatur, Echtzeitkonnektivität, modernste Datenerfassungsoptionen, 1D/sD-Scanleistung und mehr als 18 Stunden Akkulaufzeit. Das leuchtstarke 4-Zoll-Touchscreen lässt sich im Innenbereich sehr gut ablesen, kann mit den Fingern, mit Handschuhen oder einem Stift bedient werden und ist damit beispielsweise prädestiniert für Einsätze in Warenlagern und der Fertigung.

Robustes Handheld mit sicherem Betriebssystem Android Industrial+

Anlässlich stets wachsender Anforderungen an Handhelds in der Lagerlogistik hat ACD Elektronik den mobilen Handheld-Computer M270 entwickelt. Als Betriebssystem fungiert das sichere und optimierte Android Industrial+, das auch in rauen Lagerumgebungen ausreichend Systemstabilität gewährleistet und sich jederzeit an Kundenwünsche anpassen lässt.

Der M270 deckt zahlreiche Anwendungsgebiete ab, vorwiegend in der Logistik und der Industrie. Dazu zählen die Kommissionierung sowie die Arbeiten im Warenein- und -ausgang. „Die Vielfalt der bereits vom M260TE bekannten Ausstattungsvarianten des M270 sowie seine Robustheit und die ergonomische Handhabung bieten dem Anwender alle Features und Funktionalitäten, die im mobilen Einsatz wichtig sind“, erläutert ACD-Elektronik-Geschäftsführer Andreas Zwißler. Hierzu zählen eine Schnelleingabetastatur in Hartschalenausführung für eingabeintensive Prozesse, verschiedene Scannervarianten, ein Schnellwechselakku mit einfacher Verriegelung, Griff und Halteband.

Ergänzendes zum Thema
Optimierte Wertschöpfung
Umfassende IT- und ID-Services

Die Cosys Ident GmbH mit Sitz in Holle bei Hildesheim zählt zu den führenden IT-Systemhäusern für AIDC (Automatic Identification and Data Capture) und Barcode-Scanning in der DACH-Region. Das seit 40 Jahren bestehende Unternehmen bietet ein breites Leistungsspektrum an, bestehend aus Hardware, Software und Dienstleistungen. Neben klassischer AIDC-Hardware wie MDE-Geräten, Handscannern oder Etikettendruckern gehören auch alternative Technologien wie das Kamera-Scanning via Smartphone zum Portfolio.

Die innovativen Softwarelösungen, bestehend aus mobilen Android/iOS-Apps und einem Backend, unterstützen beim Supply Management und tragen mithilfe von Barcode-Scanning und Prozessdatenanalyse zur Optimierung wertschöpfender Prozesse bei. Alle Lösungen von Cosys erfüllen bereits im Standard zahlreiche Branchenanforderungen und lassen sich zudem kundenindividuell anpassen.

Zu den weiteren Besonderheiten des M270 zählen neben dem hochauflösenden VGA-Display mit kapazitivem Touchscreen für die gewohnte Touchbedienung und Android Industrial+ auch BT Classic und BT Low Energy zur Kopplung mit dem ACD-Handrückenscanner „Hasci“.

Neben allen üblichen Auto-ID-Funktionalitäten verfügt der M270 über ein durch Gummierung geschütztes 2-Komponenten-Gehäuse für hohen Fallschutz und ein neues, funktionelles Design. Die durchdachte Ergonomie gewährleistet ein ermüdungsfreies Arbeiten, wie Andreas Zwißler betont: „Insbesondere unsere leicht bedienbaren Schnelleingabetastaturen sind in der Branche einzigartig.“ Überdies machen eine lange Akkulaufzeit, das bewährte Tastaturlayout und zehn kundenspezifisch modifizierbare Funktionstasten den M270 zum optimalen Begleiter für alle Lager- und Logistikprozesse. ■

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