Sonderstapler Deichselstapler wechselt Werkzeuge

Redakteur: M. A. Benedikt Hofmann

Für einen Hersteller von Landmaschinen hat der Elektrostapler-Spezialist Sichelschmidt einen Deichselstapler zum Werkzeugwechsler für Pressen umgebaut. Das Sonder-Flurförderzeug zieht die mehrere 100 kg schweren Werkzeuge horizontal aus den Maschinen und legt sie auf einer Trägerplatte ab.

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Dieses Sonder-Flurförderzeug entnimmt Presswerkzeuge aus vorhandenen Anlagen beziehungsweise setzt neue Werkzeuge in die Pressen ein.
Dieses Sonder-Flurförderzeug entnimmt Presswerkzeuge aus vorhandenen Anlagen beziehungsweise setzt neue Werkzeuge in die Pressen ein.
(Bild: Sichelschmidt)

Die Entwickler von Sichelschmidt haben das Anbaugerät von Grund auf neu entwickelt und in die mechanische, elektrische und hydraulische Konstruktion des Staplers integriert. Die Neigung des ersten Auslegerelementes wird hydraulisch verstellt, der Winkel zwischen dem ersten und zweiten Auslegerstück hingegen elektrisch. Beide Bewegungen werden über die Steuerung derart synchronisiert, dass das Werkzeug stets eine horizontale Bewegung ausführt. Als Basis für das Sonderfahrzeug dient der Serien-Deichselstapler d400 mit einer Tragfähigkeit von 2000 kg. Der Landmaschinenhersteller, der nach Unternehmensangaben auch andere Stapler von Sichelschmidt einsetzt, orderte neben dem Komplettstapler auch ein separates Anbaugerät, das an ein vorhandenes Handling-Fahrzeug für den Werkzeugwechsel montiert wurde.

Einfache Handhabung schwerer Werkzeuge

Im Betrieb positioniert der Bediener den Stapler vor der Maschine und schiebt den Ausleger so aus, dass dieser in eine Vorrichtung am Werkzeug eingreifen kann. Dann fährt er hydraulisch zwei Bolzen aus, die das eigentliche Lastaufnahmemittel bilden und die Verbindung zwischen Fahrzeug und Werkzeug herstellen. So wird das Werkzeug auf die modifizierten Staplergabeln gezogen, die eine Trägerplatte mit Führungselementen bilden. Sichelschmidt zufolge kann der Stapler das Werkzeug dann ins Lager transportieren, dort ein neues Werkzeug entnehmen und in die Anlage einsetzen.

Sicherheitsfunktionen in CAN-Bus-Steuerung integriert

Für dem reibungslosen Ablauf sollen zusätzliche Sicherheitsfunktionen sorgen, die auf der Basis der CAN-Bus-Steuerung realisiert wurden. Beispielsweise kann der Bediener nur dann die Fahrfunktionen betätigen, wenn sich der Ausleger im eingezogenen Zustand befindet. So soll nicht nur sichergestellt werden, dass das Werkzeug vollständig auf der Trägerplatte ruht, es wird auch verhindert, dass der Bediener die Werkzeugaufnahme ungenau anfährt und dann versucht, durch Manövrieren die Position zu verbessern, was durch die auftretenden Seitenkräfte zu Problemen führen kann.

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