Verteilzentren Dematic rüstet Kering-Logistikzentrale aus

Vollständig automatisiert hat Dematic jetzt das Distributionszentrum (DC) der Luxuswarengruppe Kering im italienischen Trecate (Piemont). Der Modekonzern erwartet sich dadurch um 50 Prozent kürzere Durchlaufzeiten.

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Das Palettenregallager mit 50.000 Stellplätzen ist nur ein Ausschnitt aus einer Reihe einzelner Gewerke, die Dematic für den italienischen Modehändler Kering installiert hat und noch installieren wird.
Das Palettenregallager mit 50.000 Stellplätzen ist nur ein Ausschnitt aus einer Reihe einzelner Gewerke, die Dematic für den italienischen Modehändler Kering installiert hat und noch installieren wird.
(Bild: Dematic)

Das Projekt 90 Kilometer nordöstlich von Turin sei „mithilfe eines konstanten Austauschs von Informationen, viel Commitment und enger Zusammenarbeit“ vorangetrieben worden, um eine andauernde Partnerschaft zu begründen und bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. Der erste Teil der neuen globalen Logistikzentrale von Kering ging schon im März 2020 in Betrieb. Der über 100.000 Quadratmeter große zweite Teil soll bis Ende Juni 2021 hochfahren, für die Endabnahme aller Gewerke wird bis Juli 2022 gerechnet.

Wie Dematic mitteilt, vereint das neue DC gleich eine Reihe von Automatisierungssystemen der Kion-Tochter. Installiert werden ein Multishuttle-System mit 600.000 Stellplätzen, ein Palettenregallager (50.000 Stellplätze), ein dreimoduliger Taschensorter, das Multishuttle-Flex-System von Dematic mit sechs Gängen sowie ein Crossbelt-Sorter des Intralogistikspezialisten. Insgesamt 10 Kilometer Fördertechnik verbinden die verschiedenen Systeme, die über 350 Arbeitsstationen bedienen.

Multichannel-Betrieb in Reinkultur

Sämtliche intralogistischen Prozesse werden von der „iQ“-Software von Dematic gesteuert. Zugleich bedient das Warenverteilzentrum die Nachfrage von regionalen Lagern, Einzelhandelsgeschäften, Großhändlern und dem E-Commerce-Handel weltweit. Es sei zu erwarten, dass sich die Kapazitäten von Kering für den Versand mit bis zu 80 Millionen pro Jahr und bei der Lagerung auf bis zu 20 Millionen Kleidungsstücke deutlich erhöhen werden.

Der Modekonzern Kering plant, mithilfe der neuen Dematic-Anlagen seine Durchlaufzeiten um rund 50 Prozent zu reduzieren. Erreicht werden soll das über eine schnellere Auftragsabwicklung und die optimierte Abstimmung zwischen den einzelnen Marken des Konzerns, wie es heißt.

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