Politik sorgt für Sinkflug Der deutsche Mittelstand ist weiter auf Talfahrt

Quelle: Pressemitteilung des WSM Lesedauer: 2 min

Anbieter zum Thema

Der industrielle Mittelstand hat gemäß Analysen des WSM die erste Halbzeit 2023 hinter sich und rutscht weiter Richtung Abstiegszone. Lesen Sie hier, was nun auf Deutschland zukommen kann.

Der Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung (WSM) meldet, dass das erste Halbjahr 2023 für den deutschen Mittelstand eher schwach verlaufen ist. Die Prognosen lassen nichts Gutes hoffen, denn die KMU sind weiter auf dem absteigenden Ast, heißt es.
Der Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung (WSM) meldet, dass das erste Halbjahr 2023 für den deutschen Mittelstand eher schwach verlaufen ist. Die Prognosen lassen nichts Gutes hoffen, denn die KMU sind weiter auf dem absteigenden Ast, heißt es.
(Bild: Kostiantyn - stock.adobe.com)

Die Produktion ging, verglichen mit den selben Monaten in 2022, von Januar bis Juni um 1,9 Prozent zurück. Vier von 14 Branchen schlittern dabei sogar zweistellig ins Minus. Und jedes zweite Unternehmen fürchtet eine weitere Verschlechterung. Das ist die bedrückende Bilanz, die Holger Ade vom Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung (WSM) angesichts der aktuellen Entwicklungen ziehen muss. Der Verband spricht für nicht weniger als rund 5.000 meist mittelständische Industrieunternehmen. Er fordert nun vehement die Politik auf, eine zukunftsweisende, verlässliche und transparente Strategie einzuschlagen, die den Unternehmen wieder Sicherheit gibt. Die Branchen, fordert der WSM, brauchen beispielsweise einen von Stolpersteinen freien, für alle Betriebe zugänglichen Industriestrompreis. Und ein Wachstumschancengesetz, das echte Steuerentlastungen bringe, gehöre ebenso dazu.

Die Politik fordert und fordert, unterstützt aber nicht

Während die Automobilindustrie wieder ins Spiel kommt, blieben ihre Zulieferer außen vor, heißt es weiter. Die Nachfrage sinkt! Denn nur knapp 27 Prozent der Teilnehmer an einer entsprechenden WSM-Umfrage halten ihre Lage für gut. Ein Viertel fühlt sich schlecht, die andere Hälfte ringt sich immerhin ein „Befriedigend“ ab. Optimistisch sind nun nur noch 7,8 Prozent. Rund 47 Prozent der mittelständischen Industrieunternehmen schauen also mit Sorge in die Zukunft. Ade kommentiert: „Der Cocktail an Herausforderungen wirkt toxisch! Denn die Politik will die Transformation zwar erzwingen und beschleunigen, fordert ausufernde Berichts- und Nachweispflichten, tut aber nichts gegen weiterhin zu hohe Energiekosten.“ Um das Spiel herumzureißen, müssten die Verantwortlichen an diesen Punkten ansetzen.

Kein Sieg in der „zweiten Halbzeit“ zu erwarten ...

Die zweite Halbzeit 2023 wird nach Ansicht des WSM viel entscheiden. Der Erfolg des industriellen Mittelstands – immerhin der Spielmacher des deutschen Wohlstands – hänge vom politischen Handeln ab. Die Stahl und Metall verarbeitenden Unternehmen brauchen deshalb dringend einen akzeptablen Industriestrompreis für alle. Sie brauchen auch das Wachstumschancengesetz, zu dem das Bundesfinanzministerium bereits einen Entwurf vorgelegt hat. Denn es zielt auf Investition und Innovation, Steuervereinfachung und -fairness ab, wie es weiter heißt. „Nur mit einer vertrauensbildenden Strategie kann die Politik den industriellen Mittelstand vor dem Abstieg bewahren und am Standort halten“, betont Kollege Christian Vietmeyer, Hauptgeschäftsführer des WSM, abschließend.

(ID:49651027)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung