Eisenbahngüterverkehr DHL baut multimodalen Transport zwischen China und Europa aus

DHL Global Forwarding, Freight, hat eine neue regelmäßige Ganzzugverbindung entlang des transsibirischen Nordkorridors zwischen Asien und Europa etabliert.

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Das erweiterte Angebot ergänzt die täglichen Einzelwaggonverkehre zwischen Shanghai und Europa entlang des Nordkorridors und den wöchentlichen Ganzzugverkehr zwischen Chengdu und Europa.
Das erweiterte Angebot ergänzt die täglichen Einzelwaggonverkehre zwischen Shanghai und Europa entlang des Nordkorridors und den wöchentlichen Ganzzugverkehr zwischen Chengdu und Europa.
(Bild: Deutsche Post DHL)

Wie der Logistikriese mitteilt, ermöglicht die neue Verbindung einen echten Haus-zu-Haus-Service mit einer Lieferzeit von durchschnittlich 14 Tagen zwischen Suzhou und Warschau. „Suzhou ist ein günstiger Ausgangsort in der Provinz Jiangsu. Unsere Kunden profitieren davon, dass sie direkten Zugang zu interkontinentalen Eisenbahnverbindungen erhalten und nicht mehr über Chengdu gehen müssen. Wir können ihnen Verladestellen in ganz China und damit viele verschiedene Möglichkeiten bieten. Deshalb ist das Interesse am multimodalen Service so groß“, erklärt Roger Crook, CEO DHL Global Forwarding, Freight.

Vom Einzelcontainer bis zum ganzen Güterzug

Das erweiterte Angebot ergänzt die täglichen Einzelwaggonverkehre zwischen Shanghai und Europa entlang des Nordkorridors und den wöchentlichen Ganzzugverkehr zwischen Chengdu und Europa, der Chinas westliche Bahnstrecke durch Kasachstan nach Europa nutzt. Ausgangspunkt ist zudem Suzhou, ein strategisch wichtiger Standort für die Provinz Jiangsu, in der Firmen der Branchen Maschinenbau, Produktion, Technologie, Automobil und Einzelhandel angesiedelt sind und in der die Nachfrage steigt.

„Unsere Lösung bietet große Flexibilität: Von einem einzelnen Container bis zu einem ganzen Güterzug können unterschiedliche Kapazitäten gebucht werden. Durch eine Transportroute, die unser Stückgutnetzwerk in Europa nahtlos mit dem Global Forwarding, Freight-Netzwerk in Asien verbindet, profitieren unsere Kunden auf beiden Kontinenten von reduzierten Lieferzeiten und CO2-Emissionen“, erläutert Amadou Diallo, CEO DHL Freight.

Reduzierte Lieferzeit zwischen zehn und 21 Tagen

Verglichen mit Seefracht werden sich die Lieferzeiten durch die multimodale Lösung von DHL je nach Ursprungs- und Zielort um rund zehn bis 21 Tage verringern. Kunden, die umweltfreundliche Transporte bevorzugen, können außerdem davon ausgehen, dass sich die CO2-Emissionen im Vergleich zur Luftfracht um bis zu 90 % verringern.

Über die intermodalen Logistikhubs im polnischen Małaszewicze verknüpft DHL im kombinierten Verkehr Straße/Schiene die Kontinente Asien und Europa miteinander. DHL Global Forwarding, Freight hatte diesen Service im Juli 2010 gestartet, nachdem über 120 Transporte einzelner Container erfolgreich verlaufen waren. Anfang 2014 hat DHL dann den ersten temperaturkontrollierten Transport auf der Schiene zwischen China und Europa eingeführt: Kunden können jetzt über die westliche Bahnstrecke Chengdu-Lodz Sendungen zwischen China und Europa verschicken, bei denen das Klima in den Containern unabhängig vom Wetter präzise gesteuert werden kann.

Verbindungen nach Japan und Korea werden geprüft

Europäische Kunden erhalten, wie es heißt, in Kürze sogar einen noch breiteren Zugang zum asiatischen Markt. Das Unternehmen prüft zurzeit, ob das Netzwerk um Japan und Korea erweitert werden kann. Dazu würden die Fährverbindungen zwischen China, Japan und Korea genutzt. Kunden könnten ihre Produkte dann schneller auf den Markt bringen und die Präsenz des Unternehmens im multimodalen Transportsegment Nordasiens würde gestärkt.

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