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Schiffsverkehr Die Brennstoffzelle kommt

| Redakteur: Benedikt Hofmann

Thyssen Krupp Marine Systems und Sunfire haben im Rahmen des Projekts „SchiffsIntegration BrennstoffZelle (SchIBZ)“ mit der Lieferung einer ersten Hochtemperatur-Brennstoffzelle einen wichtigen Zwischenschritt erreicht. Die beiden Unternehmen arbeiten seit 2013 im Leuchtturmprojekt „e4ships“ zusammen.

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Nach erfolgreichem Testbetrieb in Dresden hat Sunfire eine für den Einsatz an Bord optimierte Hochtemperatur-Brennstoffzelle (Solid Oxide Fuel Cell, SOFC) mit einer elektrischen Leistung von 50 kW an Thyssen Krupp Marine Systems geliefert.
Nach erfolgreichem Testbetrieb in Dresden hat Sunfire eine für den Einsatz an Bord optimierte Hochtemperatur-Brennstoffzelle (Solid Oxide Fuel Cell, SOFC) mit einer elektrischen Leistung von 50 kW an Thyssen Krupp Marine Systems geliefert.
(Bild: Sunfire)

Ziel des Projekts ist es, die Funktionsfähigkeit von Brennstoffzellen in der Bordenergieversorgung von Schiffen im Alltagsbetrieb nachzuweisen. Durch die Nutzung von Brennstoffzellen sollen die eingesetzten Brennstoffe sowie die Emissionen von Seeschiffen – auch angesichts strengerer gesetzlicher Rahmenbedingungen im maritimen Umfeld – reduziert werden. Nach erfolgreichem Testbetrieb in Dresden hat Sunfire eine für den Einsatz an Bord optimierte Hochtemperatur-Brennstoffzelle (Solid Oxide Fuel Cell, SOFC) mit einer elektrischen Leistung von 50 kW an ThyssenKrupp Marine Systems geliefert. Die elektrische Leistung des Brennstoffzellen-Prototypen kann durch Steigerung der Leistungsdichte und der Modulzahl auf 500 kW ausgebaut werden.

Gesamtwirkungsgrad von 90 %

Das neu entwickelte Hochtemperatur-Brennstoffzellenmodul wird mit schwefelarmem Diesel als Ausgangsbrennstoff anstelle von Wasserstoff oder Erdgas betrieben. Sunfire ist als führender Hersteller von Hochtemperatur-Brennstoffzellen für die Lieferung der SOFC-Technologie an Thyssen Krupp Marine Systems verantwortlich. Bei der SOFC-Technologie von Sunfire wird ein keramischer Festelektrolyt eingesetzt, um aus dem Brennstoff Strom und Wärme zu erzeugen. Die Arbeitstemperatur liegt bei ungefähr 800°C. Mit einem relativ einfachen, kostengünstigen und integrierten Reformierungsprozess, der vom Oel-Waerme-Institut in Aachen (OWI) entwickelt wurde, wird durch die Rezirkulation der Abgase ein elektrischer Wirkungsgrad von über 50 % und ein Gesamtwirkungsgrad von 90 % erreicht, so das Unternehmen. Der Prototyp wird an Bord der MS Forester der Reederei Braren zwischen 25 und 50 % der Bordstromversorgung beitragen.

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