Shuttles Dieffenbacher setzt auf Ideen von Gebhardt Intralogistics

Von der Gebhardt Intralogistics Group Lesedauer: 4 min

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Beim Neubau eines Teilelagers setzt die Dieffenbacher GmbH Maschinen- und Anlagenbau auf Automatisierungssysteme der Gebhardt Intralogistics Group. Es ging um eine automatische Lagerhaltung und damit eine Ablaufoptimierung für den Wareneingang und die Kommissionierung.

Blick auf das Dieffenbacher-Werk in Eppingen. Der Betreiber musste aufgrund steigender Anforderungen seinen Lagerworkflow straffen. Systeme der Gebhardt Logistics Group haben dafür gesorgt.
Blick auf das Dieffenbacher-Werk in Eppingen. Der Betreiber musste aufgrund steigender Anforderungen seinen Lagerworkflow straffen. Systeme der Gebhardt Logistics Group haben dafür gesorgt.
(Bild: Dieffenbacher)

Verlässliche Partnerschaftlichkeit und kontinuierlicher Fortschritt sind bereits in fünfter Generation fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie der Dieffenbacher GmbH. Seit 150 Jahren arbeitet das Familienunternehmen daran, seine Kunden immer den entscheidenden Schritt voranzubringen. Heute gehört Dieffenbacher weltweit zu den führenden Herstellern von Pressensystemen und kompletten Produktionsanlagen für die Holzwerkstoff-, Formgebungs- und Recyclingindustrie.

Um auch zukünftig sowohl den eigenen als auch den Kundenerwartungen gerecht zu werden, entschied man sich für eine Neuauslegung des Kleinteilelagers. Dank jahrzehntelanger Erfahrung, einem schlüssigen Gesamtkonzept und der regionalen Nähe wählte man die Gebhardt Intralogistics Group aus Sinsheim als Partner für dieses Projekt.Die neue automatische Lagerhaltung, die man sich jetzt ins Haus geholt hat, besteht aus einem „One-Level“-Shuttlelager mit Roaming-Konzept und Vorzonen-Loop, vier integrierten Kommissionierarbeitsplätzen und dem Gebhardt-Storeware-Lagerverwaltungssystem.

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Wenn die Anforderungen steigen, braucht es neue Systeme

Im Jahr 1873 als kleine Manufaktur für Obst-, Wein- und Speiseölpressen und Schlosserarbeiten gegründet, hat sich Dieffenbacher, wie bereits angedeutet, zu einem global aufgestellten Maschinen- und Anlagenbauer entwickelt. Heute arbeiten rund 1.700 Angestellte an 17 Produktions-, Service- und Vertriebsstandorten weltweit am Erfolg des Unternehmens mit. Wie auch in anderen Branchen, stiegen in den letzten Jahren der Durchsatz und die Volumina im Dieffenbacher-Lager. Gleichzeitig waren mit zwei Fachbodenlagern, die mit einem mitfahrenden Regalbediengerät (RBG) arbeiteten, Logistiksysteme im Einsatz, die diesen Anforderungen nicht mehr gerecht wurden. Somit galt es zu modernisieren, wie Michael Auperle, Head of Group Logistics bei Dieffenbacher, erläutert. Demnach war es das Ziel, zum einen die Automatisierung des Lagers mit der Ablösung des „Person-zur-Ware“- hin zum „Ware-zur-Person“-Prinzips zu verändern und zum anderen die Ablaufoptimierung im Wareneingang und der Kommissionierung zu optimieren.

Gemeinsam mit Gebhardt konzipierte und baute man die neue Anlage in relativ kurzer Zeit. Die Neuanschaffungen sahen vor, dass auf einer Gesamtfläche von rund 300 Quadratmetern das neue Teilelager, bestehend aus Fördertechnik und dem automatischen Kleinteilelager (AKL), als Shuttlelager angelegt wird und dazu vier Kommissionierarbeitsplätze entstehen sollten. Darüber hinaus galt es, das Gebhardt-Storeware-Lagerverwaltungssystem an das bereits vorhandene SAP-System anzubinden. Herausfordernd war sicherlich, dass dieses Projekt in zwei Montage-Steps aufgeteilt wurde, erinnert sich Tobias Gilbert, Projektleiter bei Gebhardt.

Im ersten Schritt baute man außer der Altanlage die erste Gasse des Shuttlelagers komplett funktionsfähig auf und nahm sie in Betrieb. Auch die Integration dieser ersten Gasse in den laufenden Lagerbetrieb bei Dieffenbacher erfolgte unmittelbar. Erst nach dem teilweisen Abbau der Altanlage kümmerte sich Gebhardt um die zweite Gasse des Shuttlelagers, nahm diese in Betrieb und verknüpfte sie mit der ja schon in Betrieb befindlichen ersten Gasse. Abschließend erfolgte auch die Integration der zweiten Gasse in den Lagerbetrieb inklusive der Umlagerung der noch ausstehenden Ware.

Noch mehr Durchsatz garantiert ein Roaming-Konzept

Das installierte Shuttlelager hat letztlich eine Dimension von 25,6 Metern in der Länge, 8 Metern in der Breite und 7,93 Metern in der Höhe. Damit bietet es Platz für genau 6.258 Behälter, die auf 17 Ebenen und in zwei Gassen doppelttief eingelagert werden können. Pro Gasse sind zwei Storebiter-One-Level-Shuttles (OLS) von Gebhardt im Einsatz. Das Lager ist nicht zuletzt nach dem Roaming-Konzept aufgebaut. Das heißt, es ist als teilbesetztes Shuttlelager ausgelegt, das weniger OLS als Lagerebenen besitzt. Damit trotzdem alle Ebenen erreicht werden, wurde ein Shuttleheber an der Stirnseite des Regals installiert. Bei Bedarf versetzt dieser die Shuttles zwischen den einzelnen Lagerebenen.

Zur Ein- und Auslagerung fährt das Shuttle auf die unterste Ebene, an welcher die Ein- und Auslagerbahnen angeschlossen sind. Diese dynamische Lagerhaltung mit OLS und Roaming-Konzept ermöglicht 144 Ein- und Auslagerungen – sogenannte Doppelspiele – in der Stunde. Mit dem System können Behälter mit einem Volumen von 600 Millimetern × 400 Millimetern × 270 Millimetern und einem Maximalgewicht von 44 Kilogramm befördert und eingelagert werden.

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Ware, die am AKL ankommt, wird vereinzelt, dann mit dem Lagerbehälter verheiratet sowie weiter über die Fördertechnik in Richtung „Loop“ und über die Behälterheber ins AKL eingelagert. Um sicherzustellen, dass die Behälter das oben angegebene zulässige Maximalgewicht nicht überschreiten, überwacht das Ganze eine automatische Gewichts- und Konturenkontrolle. Die Auslagerung erfolgt entsprechend und wird über die Auslagerbahnen den vier Kommissionierarbeitsplätzen angedient. Diese sind nun wunschgemäß als Ware-zur-Person-Kommissionierarbeitsplätze konzipiert.

Reibungsloser Materialfluss über alle Intralogistikkomponenten hinweg

Komplettiert wird das neue Teilelager bei Dieffenbacher in Eppingen durch das Lagerverwaltungssystem (LVS) der Gebhardt-Storeware. Den kompletten Materialfluss damit im Blick zu haben, ist die Schlüsselfunktion der LVS, nebst einer lückenlosen Dokumentation und Steuerung von Transport- und Lagervorgängen. Aber auch die Rationalisierung der operativen Prozesse im Lager gehört dazu.

Damit optimiert das System sämtliche Lagerabläufe und bietet Dieffenbacher auf diese Weise vielfältige Tools, um den Materialfluss und die Auftragsabwicklung zu perfektionieren. Mit der Schnittstelle zum bestehenden SAP-System legte Gebhardt außerdem den Grundstein für die Integration des LVS in den gesamten Lagerbetrieb bei Dieffenbacher und schließlich für einen reibungslosen Materialfluss über alle Intralogistikkomponenten hinweg. (bm)

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