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Autonomik Fahrerlose Transportsysteme sollen auch außen fahren können

Salsa (sichere autonome Logistik- und Transportfahrzeuge im Außenbereich) nennt sich ein Projekt im Rahmen des Technologieprogramms „Autonomik“. Darin sollen autonome Transportfahrzeuge entwickelt werden, die sich erstmals auch außerhalb von Produktions- und Lagerhallen sicher und gleichzeitig schnell fortbewegen können.

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Im Salsa-Projekt sollen fahrerlose Transportfahrzeuge auch außerhalb geschlossener Bereiche effizient fahren können. Bild: Götting
Im Salsa-Projekt sollen fahrerlose Transportfahrzeuge auch außerhalb geschlossener Bereiche effizient fahren können. Bild: Götting
( Archiv: Vogel Business Media )

Transportfahrzeuge in Fabriken kommen heute ohne „Steuermann“ aus. Fahrerlos werden sie seit Jahrzehnten in Produktionsanlagen und Umschlagplätzen eingesetzt und automatisieren dort den Materialtransport. Damit dies unfallfrei bleibt, betreibt man diese Systeme derzeit nur in abgeschlossenen Bereichen oder mit geringer Geschwindigkeit, damit die Fahrzeugsensorik eine Chance zur Reaktion hat.

Lange Transportwege über ein größeres Betriebsgelände werden damit ineffizient. Die Beschränkung auf abgeschlossene Bereiche hat wiederum umständliche innerbetriebliche Transportwege zur Folge.

Fahrerlose Transportfahrzeuge müssen bei Gefahr schnell reagieren

Hier setzt das Projekt Salsa an: Um eine nahtlose Integration in den gesamten Materialfluss und einen hohen Automatisierungsgrad zu erreichen, werden in diesem Projekt autonome Transportfahrzeuge entwickelt, die sich erstmals auch außerhalb von Produktions- und Lagerhallen in einer gemeinsamen Arbeitsumgebung mit klassischen personengeführten Fahrzeugen und Fußgängern sicher und gleichzeitig schnell bewegen.

Beispielhaft wird das Rangieren und Umsetzen von Transportbehältern (Container, Wechselbrücken) in Umschlags-, Lager- und Produktionsbereichen angestrebt. Die Effizienz dieser fahrerlosen Transportfahrzeuge (FTF) wird gesteigert, indem man sie schneller fahren lässt. Diese Schnelligkeit bedingt jedoch eine schnelle Reaktion auf mögliche Gefahren.

Umgebungsbild muss über Sicherheitsbereich eines Fahrzeugs hinaus gehen

Potenzielle Gefahrensituationen frühzeitig erkennen zu können heißt, über ein Umgebungsbild zu verfügen, das über den Sichtbereich der Fahrzeuge hinausgeht. Dafür werden Daten aus Fahrzeugsensoren und stationären Sensoren und weiteren Informationsquellen wie Kartendaten oder Prozessinformationen intelligent verknüpft.

Diese Informationen werden zu einem Gesamtmodell der aktuellen Umgebungssituation verknüpft. Aus diesem kombinierten Umgebungsmodell ergibt sich durch den Einsatz von Vorhersagetechniken ein Planungshorizont für die möglichen Bewegungen aller mobilen Objekte, den die fahrerlosen Transportfahrzeuge für ihre lokale Bahnplanung und Spurführung nutzen können.

Fahrerlose Transportfahrzeuge planen eigenständig ihre Bewegung

Die autonomen Fahrzeuge planen auf dieser Basis eigenständig ihre Bewegung und können so einen effizienten und sicheren Betrieb gewährleisten. Die Herausforderung besteht in der Integration der verteilt ermittelten Sensordaten zu einem aussagekräftigen Gesamtmodell und dem geeigneten Einsatz von Simulationsverfahren zur Prognose von zukünftigen Systemzuständen in Echtzeit.

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