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Fördertechnik Gekippte Ladungsträger automatisch oder von Hand be- und entladen

Das Intralogistik-Transportsystem ILS 2100, das auf der Cemat 2014 zu sehen ist, lässt sich ähnlich wie eine Computer-Festplatte einrichten: mit Partitionen zur Lagerung oder Zwischenlagerung von Waren, mit Sammel- und Sortierfunktionen, mit dem Schnellzugriff auf jede sich im System befindliche Ware, aber auch mit der Möglichkeit, bei laufendem Betrieb ohne lohnkostenintensive Prozesse Anpassungen an veränderte Bedingungen vorzunehmen.

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Die patentierten Taschen sind Bestandteil des Intralogistik-Systems ILS 2100, das in unterschiedlichen Branchen für niedrige Logistik-Stückkosten sorgt.
Die patentierten Taschen sind Bestandteil des Intralogistik-Systems ILS 2100, das in unterschiedlichen Branchen für niedrige Logistik-Stückkosten sorgt.
(Bild: Schönenberger)

Während die Kernelemente des ILS 2100 schon lange in der Bekleidungsindustrie, im Automobil- und Fahrzeugbau sowie in der Möbelindustrie eingesetzt werden, eröffnet ein neuer Warenträger vor allem dem E-Commerce, der Ersatzteillogistik und Branchen mit vielen Retouren neue Möglichkeiten. Anders als AKL- und Shuttle-Systeme, die außer hohen Investitionskosten auch einen hohen Flächen- und Energiebedarf aufweisen, fasst das Intralogistik-System von Schönenberger die Funktionen Warenannahme und Qualitätskontrolle, Fördern, Lagern, Sortieren und Kommissionieren bis zum Warenausgang und der Lkw-Beladung in einer einzigen Technik zusammen.

Was liegend zu viel Platz braucht, wird gekippt

Diese Technik stellt obendrein – mit dem neu entwickelten Warenträger –, die Logistik förmlich auf den Kopf: alles was liegend zu viel Fläche beansprucht (Kartons, Liegeware in Polybeuteln oder unverpackte Hartwaren), wird automatisch oder von Hand in einen „Rucksack“ gepackt, in die Senkrechte gekippt und platzsparend gefördert, gelagert, sortiert oder bei Rücksendungen mit sofortiger Wieder-Lieferbereitschaft in das System reintegriert. Selbst die Qualifizierung der Rückläufer lässt sich elegant in die Abläufe einbinden.

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Die Partitionen einer Computerfestplatte lassen sich mit den Lager- und Sortierkreiseln vergleichen, und diese können in nahezu beliebiger Zahl und Dimension konfiguriert werden, wie die Festplatten auf dem internen Computerbus. Kommen Waren als Einzelstücke zurück, während die Verkaufs- oder Logistikeinheit zum Beispiel eine Griffeinheit mit acht oder zwölf Teilen ist, werden sie in einem „Ordner“ gesammelt und nach Vervollständigung der Einheit nur noch en bloc gefördert, gelagert und automatisch kommissioniert.

Alle Waren können sich an beliebiger Stelle befinden

Und noch ein weiteres Merkmal legitimiert nach Herstellerangaben den Vergleich mit einer Computerfestplatte: Alle Daten, sprich Waren, können sich im System an beliebiger Stelle befinden, trotzdem ist der schnelle Zugriff darauf sichergestellt. Und ähnlich wie bei der Festplatte erfordern alle Warenbewegungen und Sortiervorgänge sowie die Zugriffe nur wenig Strom. Zumal jeder zum System gehörende Kreisel nur einen Zentralantrieb mit Start-Stopp-Automatik besitzt. Viele Weichen sind obendrein energieautark, da sie direkt von den Trolleys gesteuert und ausgelöst werden.

Versandbereite Griffeinheiten können im System auch ohne Etikettierung identifiziert werden. Erst zum letztmöglichen Zeitpunkt, kurz vor der Beladung des Lkw, wird jedes Packstück dem Empfänger zugeordnet und für seine Zieladresse etikettiert. Dadurch kann die Auslastung der Touren weiter maximiert werden, während die Kosten für den Fuhrpark und die Filialbelieferung sinken. Die genannten Vorteile führen zu attraktiven Amortisationszeiten.

Wo zu finden? Halle 27, Stand C38

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