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Hinterlandterminals bieten Entlastung für die Seehäfen

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Dabei hat das Unternehmen auch die aktuelle Diskussion über die starke Zunahme des Güterverkehrs im Blick: Durch den Bau des Terminals findet eine generelle Entlastung des derzeit überstrapazierten Netzes statt, da das SLC auch Nebenstrecken nutzt und Container in Soltau günstig zwischengelagert werden können.

Container werden im Hinterlandterminal verladefertig vorbereitet

Die Container werden bei SLC komplett verladefertig vorbereitet: Kommissionierung, Zollabfertigung und Kontrollen erfolgen vor Ort (Receive & Delivery Gateway), was wesentlich kostengünstiger und schneller als das Checking und Trucking in den Häfen ist. Weiterhin ist SLC eine Versandstation für C-Destinations: Dort werden so lange Waggons gesammelt, bis ein vollständiger Güterzug zusammengestellt und zu Zielorten in Süd- oder Osteuropa transportiert werden kann.

Produzenten und Händler profitieren von günstigen Konditionen im Verhältnis zum begrenzten Raumangebot der Seehäfen. Auch das Cross-Docking-Business ist bei SLC ein Thema: Durch das direkte Ausladen der meist losen Waren aus dem Container in den ausgehenden Lkw werden Lager- und Umschlagskosten minimiert. Durch den Aufkauf umliegender Grundstücke kann das Areal fast verdoppelt werden und bietet damit eine 180000 m² große Freifläche für Containerlagerungen.

Gleisanlagen ermöglichen kostengünstige Transportalternative

Mit den Lager- und Umschlagskapazitäten kann der Standort Soltau für die Nordsee-Häfen als Vorlager- oder Zwischenstation, Leercontainerdepot oder Konsolidierungspunkt für Containerverkehr fungieren. Die Gleisanlagen verschaffen hierbei einen enormen Vorteil, da sie eine einfache und kostengünstige Alternative des An- und Abtransportes schaffen.

Damit bietet SLC ideale Voraussetzungen für ein intermodales Drehkreuz. 12 Mio. Euro kosten die Umbauten – 50 bis 100 weitere Arbeitsplätze sollen mit dieser Maßnahme entstehen.

Das Logistic Center ist bereits ein Konsolidierungsstandort

Gemäß dem deutschen Allgemeinen Eisenbahngesetz (AEG) von 1993 ist das SLC bereits jetzt ein eingetragenes Eisenbahninfrastrukturunternehmen und wird von Kunden wie Dow Chemical Company, Yara GmbH & Co. KG aus Dülmen oder Transa Spedition GmbH als Eisenbahnumschlag- und Konsolidierungsstandort genutzt. Die Kapazitäten sind mit der Eisenbahn wesentlich höher – sie transportiert im Vergleich zum Lkw die 30-fache Menge an Gütern.

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