Innovation Im Iglu aus PET-Abfall arbeiten

Zusammen mit lokalen Unternehmen sucht der Hafenbetrieb Rotterdam nachhaltige Entwicklungen. Das R-IGLO ist so eine: Die nachhaltige Immobilienlösung wurde mit PET-Abfällen aus der (Hafen-)Industrie gedruckt.

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Die nachhaltige Immobilienlösung R-IGLO aus dem 3D-Drucker besteht aus flexibel einzupassenden Elementen aus PETG-Material (mit Glykol modifiziertes PET).
Die nachhaltige Immobilienlösung R-IGLO aus dem 3D-Drucker besteht aus flexibel einzupassenden Elementen aus PETG-Material (mit Glykol modifiziertes PET).
(Bild: Archi Tech Company)

Auf dem Geländer der ehemaligen niederländischen Schiffswerft RDM in Rotterdam wurde jetzt der erste Arbeitsbereich in Gebrauch genommen, der aus einem 3D-Drucker stammt. Das R-IGLO aus PET-Abfällen wurde im Auftrag von Royal3D von der ArchiTech Company entwickelt, wobei das „R“ gleichermaßen für Reusable, Recycled, Rotterdam und Royal3D stehen kann. Die Konstruktion selbst besteht aus flexibel einzupassenden Elementen unterschiedlicher Formate. Dank des modularen Charakters des R-IGLO sind die einzelnen Elemente leicht zu transportieren, auf- und abzubauen und auch zu lagern.

Als mir die Frage vorgelegt wurde, eine Lösung für einen beheizten Arbeitsbereich in einer großen Hafenhalle zu finden, wollte ich diese Gelegenheit gerne nutze, eine Pilotlösung für eine kreislauforientierte und lokale Lösung zu kreieren.

Ria Hoogendoorn, Real Estate Manager Hafenbetrieb Rotterdam

Gedruckt ist das R-IGLO aus recyceltem PETG-Material (Polyethylenterephthalat-Glycol), einem leicht zu druckenden Filament für den 3D-Druck, das mit 30 Prozent Glasfaser verstärkt wurde. Mit dem Continuous-Fibre-Additive-Manufacturing-(CFAM-)Drucker von Royal3D in De Werkplaats auf dem M4H-Gebiet kann im industriellen Maßstab gedruckt werden. Diese Maschine druckt mindestens 15 kg pro Stunde und kann Objekte in den Dimensionen 4,0 m × 2,0 m × 1,5 m herstellen. Der CFAM-Drucker sorgt dafür, dass dem Druckmaterial kontinuierlich Fasern hinzugefügt werden, was die Stärke und Steifigkeit des produzierten Materials beträchtlich in die Höhe treibt, wie es heißt.

Der Rotterdam Makers District, in dem sich forschende Unternehmen und Wissenseinrichtungen niederlassen, besteht aus M4H Rotterdam und RDM Rotterdam. Das Gebiet dient für die gesamte Region gleichzeitig als Schmiede, Versuchsfeld und Schaufenster: Wissen, Raum und Ströme werden dort in physischen und digitalen Netzwerken geteilt.

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