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Förderrollen Interroll wächst mit Innovationen

Der „Innovation Summit 2016“ bei Interroll in Baal bei Hückelhoven (Nordrhein-Westfalen) hat es gestern deutlich gezeigt: Der Weltmarktführer verdankt sein profitables Wachstum vor allem seiner Exzellenz und der Effizienz seiner Produkte.

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Das Interroll Research Center in Baal ist weltweit für die Produktentwicklungen verantwortlich, die von hier aus in die sieben Global Centers of Excellence gehen.
Das Interroll Research Center in Baal ist weltweit für die Produktentwicklungen verantwortlich, die von hier aus in die sieben Global Centers of Excellence gehen.
(Bild: Interroll)

Maßgeblichen Anteil am Erfolg der Schweizer mit mehreren Produktionsstätten auch in Deutschland hat das Interroll Research Center (IRC) in Baal. Die Einrichtung ist weltweit verantwortlich für die Produktentwicklungen, die von dort aus in die sieben Global Centers of Excellence gehen. Das Entwicklungszentrum selbst verfügt über 2000 m² Test- und über weitere 800 m² Bürofläche, der Anbau steht seit September 2015. Bei den Entwicklungen geht es primär immer um die gute Integration der Produkte in automatische Systeme.

Führte gewohnt souverän durch den Innovation Summit: Jens Karolyi, bei Interroll verantwortlich für Corporate Marketing & Culture.
Führte gewohnt souverän durch den Innovation Summit: Jens Karolyi, bei Interroll verantwortlich für Corporate Marketing & Culture.
(Bild: Maienschein)

Der Palettenrollen-Teststand beispielsweise ist – mit kleinen Unterbrechungen wie dem Umzug 2015 vom bisherigen Standort Wassenberg in den Neubau nach Baal – seit zwei Jahren in Betrieb. Getestet werden zwei Gitterboxen auf Europaletten mit 1000 kg Pflastersteinen als Inhalt. Schier unglaublich: Die Antriebsrollen sind immer noch die selben wie am Start des Versuchs, die Europaletten hätten aber schon ausgetauscht werden müssen. Das spricht eindeutig für die Qualität der Produkte aus dem Hause Interroll.

Im IRC ist ganz schön was los

Eine weitere Station im Research Center zeigt die Modular Conveyor Platform (MCP) aus Sinsheim, einem weiteren Produktionsstandort von Interroll. Das IRC ist für die Steuerung der aufgebauten Rollenförderer-Testanlage verantwortlich, die komplette Hardware kommt aus Sinsheim. Weiter geht es zum nächsten Testaufbau: Hier wird der Magnetic Speed Controller (MSC) untersucht, Rollen mit magnetischer (passiver) Bremse, die sich für Gefällestrecken eignen. Das „Acoustic Test Bench“ dahinter ist ein sehr leiser Raum – für Lärmtests eben. Der momentan getestete Trommelmotor produziert rund 40 dB Lautstärke, zu leise, um in einer normalen Produktions- oder Logistikumgebung wahrgenommen zu werden.

Interroll-CEO Paul Zumbühl hob in seiner Key-Note den Status von Interroll als globalster Anbieter von Schlüsselprodukten für die Intralogistik hervor.
Interroll-CEO Paul Zumbühl hob in seiner Key-Note den Status von Interroll als globalster Anbieter von Schlüsselprodukten für die Intralogistik hervor.
(Bild: Maienschein)

Und auch der 3D-Druck hat Einzug in Baal gehalten: In einem 3D-Drucker werden aus Pulver Plastikteile als Prototypen geschmolzen, bevor man in teure Werkzeuge für das Spritzgießverfahren investiert. Die Drucker an sich hätten in den Anschaffungskosten mittlerweile schon stark nachgegeben – das eigentlich Teure sei das Pulver.

Ingenieure können sich „austoben“

Das Interroll Research Center arbeitet dabei in enger Zusammenarbeit mit Produktmanagement und Vertrieb. „In Baal haben wir ganz bewusst eine kreative Spielwiese für unsere Ingenieure und Techniker geschaffen, um Innovationen entstehen zu lassen“, sagt Ralf Garlichs, Mitglied der Interroll-Konzernleitung und verantwortlich für Produkte und Technologie. Alleine in den vergangenen zwei Jahren hätten die 20 Ingenieure und Techniker des IRC zahlreiche neue Produkte entwickelt, darunter die modulare Fördererplattform MCP und der bereits erwähnte magnetische Geschwindigkeitsregler MSC 50.

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