Verladetechnik KEP-Dienst investiert in Raffrollo für die Rampe

Redakteur: Robert Weber

Die Paketdienste der Repubik arbeiten mit Lkw und Kleintransportern. Doch die Logistikzentren und ihre Torabdichtungen sind nicht immer auf den Besuch der Sprinter eingestellt. Ein Raffrollo für das Distributionszentrum soll jetzt für mehr Flexibilität sorgen.

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Die Hochziehschürze schließt die Öffnung über dem Transporter. Rechts daneben das für die Beladung von Transportern verlängerte Verladeblech – hier gerade hochgeklappt in Ruhestellung.
Die Hochziehschürze schließt die Öffnung über dem Transporter. Rechts daneben das für die Beladung von Transportern verlängerte Verladeblech – hier gerade hochgeklappt in Ruhestellung.
(Bild: Koch)

Täglich sind die KEP-Dienste in den Städten und Dörfern unterwegs und fahren Tausende von Paketen aus. Klingeln, Unterschrift, Paket übergeben und wieder zurück hinter das Lenkrad. Doch wessen sich viele Besteller nicht bewusst sind, der Fahrer startet seine Tour früh morgens an einem der großen Distributionszentren der KEP-Dienste. Dort sammeln die Dienstleister die Sendungen und verteilen sie auf Lkw oder Transporter.

Neue Torabdichtung bei DP sowohl für Wechselbrücken als auch für Transporter

Die Nachfrage wächst, denn die deutschen Kunden ordern immer lieber online und fordern immer zügigere Lieferungen. Die Entwicklung ist gut für die Intralogistiker, denn damit wächst auch der Markt für noch schnellere und effizientere Logistiklösungen, denn die Konkurrenz ist hart. DPD zählt zusammen mit DHL, Hermes, UPS und GLS zu den fünf großen Dienstleistern in der Branche in Deutschland und will weiter wachsen. Dafür braucht es eine ausgeklügelte Netzwerksteuerung und moderne Distributionszentren.

Am Standort Lehrte in der Nähe von Hannover investierte das Aschaffenburger Unternehmen in 28 neue Tore für die Be- und Entladung von Lkw-Wechselbrücken. Den Zuschlag für den Erweiterungsbau bekam Koch-Lagertechnik, ein Unternehmen für Torabdichtungen und Sonderlösungen aus Lage an der Lippe.

Bereits seit 1999 sind Systemlösungen von Koch bei den Nordbayern im Einsatz. Doch der neue Auftrag forderte von den Ingenieuren und Verladungsspezialisten mehr als eine Standardlösung. Die logistischen Anforderung der Paketprofis: Die zu verwendende Torabdichtung muss sowohl für Wechselbrücken als auch zum Transporter-Handling geeignet sein, denn vor allem in den Städten sind die Boten mit Sprinter und Co. unterwegs. Darüber hinaus sind die Waren und das Lager gegen Witterungseinflüsse zu schützen und die Temperaturführung stabil zu halten.

Transporter und Lkw können am Logistikzentrum andocken

Koch-Lagertechnik löst das Transporter-Handling durch eine multifunktionale Verladestation. Damit auch Kleintransporter mit einem längeren Verladeblech bedient werden und gut in die Torabdichtung eintauchen können, ist eine Gesamttiefe von mehr als einem Meter erforderlich. Dies ermöglicht ein stabiler Unterbau. Gleichzeitig bleibt im vorderen Teil die volle Flexibilität der patentierten Abdichtung mit Seitenteilen aus Spezial-Schaumkern und dem davon unabhängigen Hubdach erhalten.

Die deutlich über einen Meter hohe Lücke über dem Transporter wird darüber hinaus mittels Installation einer zusätzlichen Hochziehschürze hinter der serienmäßigen Querschürze geschlossen. Diese Erfindung kann bei Bedarf heruntergelassen werden und entfaltet dabei eine größere Plane – ähnlich wie ein Raffrollo, erklären die Entwickler. Im hochgezogenen Zustand verschwindet sie komplett hinter der vorderen Querschürze. Dadurch sind die Pakete vor Regen, Hitze und Kälte geschützt.

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