Transportlogistik

Logistiker sind noch weit entfernt von Spedition 4.0

| Redakteur: Sebastian Hofmann

In Sachen Prozessoptimierung haben Spediteure noch einen weiten Weg vor sich, wie eine neue Mittelstandsbefragung von Prolog-Team zeigt.
In Sachen Prozessoptimierung haben Spediteure noch einen weiten Weg vor sich, wie eine neue Mittelstandsbefragung von Prolog-Team zeigt. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Das Effizienzlevel deutscher Spediteure ist ernüchternd – zu diesem Urteil kommt eine aktuelle Untersuchung im Auftrag von Conloxx. Probleme gibt es demzufolge im Zusammenhang mit der Prozesstransparenz, intelligenter Vernetzung und klaren Verantwortlichkeiten.

Für Transportlogistiker bietet die Optimierung ihrer Arbeitsprozesse vielfältige Vorteile – etwa eine effektivere Auslastung des Fuhrparks, die Verringerung von Leerfahrten und die Stärkung ihrer Kundenbindung. Eine neue Befragung von Prolog-Team im Auftrag des Logistikservice-Anbieters Conloxx zeigt allerdings: Im deutschen Mittelstand gibt es hier noch einiges nachzuholen.

Auf die Details kommt es an: Der digitale Weg zur Intralogistik 4.0

Intralogistik 4.0: Sensorik und Datennetze

Auf die Details kommt es an: Der digitale Weg zur Intralogistik 4.0

Das MM LOGISTIK-Dossier „Intralogistik 4.0“ beschäftigt sich mit den Details, auf die es bei der Digitalisierung zu achten gilt. Nicht immer kann der Fokus auf den großen Anlagen liegen, denn auch Sensoren und IT-Lösungen spielen eine wichtige Rolle auf dem digitalen Weg zur Intralogistik 4.0. weiter...

Das sind die zentralen Ergebnisse der Untersuchung

  • Klare Verantwortlichkeiten fehlen: Ganze 20 % der Befragten können die für Transportanfragen zuständige Abteilung in ihren Unternehmen nicht nennen. Ein effizientes Arbeiten ist in vielen deutschen Speditionen aufgrund uneindeutiger Zuständigkeiten quasi unmöglich.
  • Die Digitalisierung läuft schleppend: Zwar geben zwei Drittel der Untersuchungsteilnehmer an, dass Revisionssicherheit und Compliance für sie ein wichtiger Aspekt ihres Transportangebots sind. Überraschenderweise erhalten trotzdem über 70 % ihre Transportanfragen per Fax, Telefon oder E-Mail. Gerade einmal jedes siebte Unternehmen nennt Frachtsoftware als wichtigen Part des Geschäftsprozesses.

    Eine Folge dieser analog-lastigen Prozesskette sind hohe Abwicklungszeiten für Transportfragen. In einem Großteil der Logistikbetriebe braucht man für diese Arbeit über 30 Minuten pro Auftrag.
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  • Preise werden manuell kalkuliert: Über ein Drittel der Speditions- und Logistikunternehmen setzt noch immer auf manuelle Preiskalkulationen. Das hat zwei Nachteile: Die Berechnungen sind besonders fehleranfällig und es mangelt an einer einheitlichen Berechnungsgrundlage.
  • Speditionen sind voreingenommen: Mehr als 75 % der Befragten glaubt, dass sich mit Online-Systemen für Tagespreise der administrative Aufwand verringern und die interne Prozesstransparenz steigern lassen. Trotzdem greifen nur wenige auch auf ein solches Systeme zurück. Ein Grund dafür könnte die schlechte Erfahrung mit offenen Frachtbörsen sein, bei denen lediglich der günstigste Preis ausschlaggebend ist. Moderne Software arbeitet allerdings nicht mehr als Preisdrücker, sondern als Prozessoptimierer.

Letztendlich, so die Initiatoren der Mittelstandsbefragung, verhinderten die festgefahrenen Strukturen im Logistik- und Speditionsgewerbe ein transparentes und effektives Prozessmanagement. „Wer auf intelligente Online-Tools verzichtet, vergibt leichtfertig die Chance, den administrativen Aufwand zu senken und gleichzeitig den Kundenstamm zu erweitern“, fasst Martin Stoll Geschäftsführer bei Prolog-Team, zusammen.

Hier gibt's weitere Beiträge zu Prolog-Team!

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