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Eine nachhaltige Einschränkung der innerbetrieblichen Prozesse sowie eine Unterbrechung von Produktion oder Lieferbereitschaft durch den Projektverlauf waren ausgeschlossen. Unter diesen Prämissen legte Aberle ein Konzept auf, mit dem bereits nach gut sechs Monaten die Modernisierung abgeschlossen werden konnte und seither modernste Steuerungstechnik den operativen Betrieb der Gesamtanlage führt. „Ein Retrofit ohne Einschränkungen unserer Produktion“, resümiert Werksleiter Osl. „Der grundlegende Aspekt für die Auftragsvergabe, den Aberle mit einem genauen Zeitplan umgesetzt hat.“
Alte und neue Steuerung parallel betrieben
Die Projektrealisierung erfolgte in drei Schritten. „Die Hardware der Bestandsanlage erforderte nur wenige Umbauten in der Regalanlage und bei den Regalbediengeräten“, sagt Atzenhofer. „Hier lagen die Herausforderungen in der Kommunikationsstruktur der IT-Komponenten.“ Folglich wurden im ersten Realisierungsschritt zunächst die prozessbezogenen Befehle, die sogenannten Telegramme, aus dem bei Berglandmilch installierten AS400-Großrechner analysiert. Darauf aufbauend programmierte Aberle ein Gateway, mit dem sich die Telegramme an die Logiken der neuen S7-Steuerungen anpassen ließen. „Damit konnten in einem zweiten Realisierungsschritt die Regalbediengeräte sukzessive auf die moderne Steuerung umgestellt und voll in den Prozessablauf integriert werden“, so Atzenhofer. „Für die Übergangszeit ermöglichte das Gateway den Parallelbetrieb von alter und neuer Steuerung.“
Parallel dazu wurden der neue Materialflussrechner und das Materialflussmodul PMS-M aus dem Prozessmanagementsystem von Aberle installiert und in die Kommunikationsstruktur mit dem vorhandenen Warehouse-Management-System von SAP eingebunden. Anschließend erfolgte die Montage der neuen Palettenfördertechnik. „Weil die Fördertechnik für den Versandbereich komplett entkoppelt aufgebaut werden konnte, ließ sich die Umsetzung in zwei Teilschritte gliedern“, hebt der Aberle-Projektleiter hervor. So blieb der alte Versandbereich bis zur vollständigen Implementierung des neuen Versandbereichs zunächst bestehen und operativ eingebunden.
Transparenz im Reifelager
Nachdem Fördertechnik und die neuen Auslagerstiche montiert waren, galt es, sie in die Prozessteuerung einzubinden. „Die Bedienung der Versandbahnen durch die RBG erfolgte dabei nach den vorherigen Logiken“, veranschaulicht Atzenhofer. Weil das AS400-System die neue Fördertechnik jedoch nicht kennt, kommt dabei das Gateway ins Spiel. „Wenn ein Auftrag zur Auslagerung an den Versand erfolgt, erkennt das Gateway dies und beauftragt mit der neuen Aberle-Steuerung das entsprechende RBG zum neuen Auslagerstich. Die Rückmeldung der SPS wird wiederum so transformiert, dass das AS400-System dies als ursprüngliche Rückmeldung erkennt.“ Nachdem der neue Versandbereich mechanisch und steuerungsseitig vollständig implementiert war, wurde er auf das Getaway aufgeschaltet und der alte Versand „auf Knopfdruck“ deaktiviert.
Die Auftragszuordnung erfolgt nun ausschließlich über den neuen Versandbereich mit der modernen Palettenfördertechnik. Die von Aberle implementierte Anlagenvisualisierung PMS-V unterstützt dabei die Transparenz der Prozesse im Feldkirchener Reifelager von Berglandmilch. Die Umstellung auf moderne Steuerungs- und Fördertechnik sorgt für schnelle Reaktionszeiten, effiziente Umlagerprozesse und Auslagerungen für die Versandbereitstellung. „Mit Abschluss des Modernisierungsprojektes sind wir an dem Standort Feldkirchen bei überschaubarem Invest optimal auf weiteres Wachstum und künftige Marktanforderungen ausgerichtet“, fasst Werksleiter Thomas Osl zusammen. „Mit Aberle hatten wir dabei einen kompetenten Realisierungspartner an unserer Seite, der das Projekt im geplanten Zeitraum und ohne Einschränkungen von Produktion und Versand umgesetzt hat. Die Ergebnisse erfüllen zudem vollkommen unsere Erwartungen. Damit sind wir hoch zufrieden.“
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