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Ein weiterer Unterschied zwischen Paket- und Stückgut-Logistik besteht in der Handhabbarkeit und Transportierbarkeit der Objekte. Während Pakete einzeln transport- und lagerfähig sind, werden bei sperrigen Gütern häufig Transportpaletten verwendet. Diese Ladehilfsmittel sind nicht Bestandteil des Frachtgutes und werden vom Transporteur zur vereinfachten Handhabung im eigenen Umschlag- und Transportprozess hinzugefügt. Sofern die Palette nicht Bestandteil des ursprünglichen Packstückes ist, darf diese auch bei der Dimensionierung der Fracht nicht einbezogen werden.
Viele Transportobjekte sind nicht regelmäßig geformt
Die in der Richtlinie OIML R:129 enthaltene Spezifikation des kleinsten umhüllenden Quaders für irregulär geformte Objekte oder Packstücke (Irregs) als das vom Rauminhalt her kleinste Parallelepiped bekommt vor dem Hintergrund typischer Stückgutobjekte eine recht komplexe Bedeutung. Während Überstände am Paket, die durch Packband, Folie oder Versandtaschen verursacht werden, zumeist kompressibel und somit für die Abmessungen von geringer Bedeutung sind, haben feste Überstände an Stückgutpaletten, wie zum Beispiel das Rohr einer Auspuffanlage, einen recht drastischen Einfluss auf den Platz-bedarf des Objektes.
Viele der in der sogenannten Stückgutlogistik transportierten Objekte sind von ihrer Struktur her unregelmäßig geformt. Auch mit Einzelkartons belegte Paletten, die als konsolidiertes Packstück (Kollo) transportiert werden, besitzen zumeist – wenngleich aus annähernden Einzelquadern zusammengesetzt – keine echte Quaderform. Ursachen hierfür liegen in Stauverlusten und der „Bauchigkeit“ der einzelnen Kartons. Oft passen die Lagenbilder der Kartons nicht optimal auf die Palette, was zu Hohlräumen im Lagenbild sowie zu Überständen an der beim Palettieren entstehenden Kontur führt.
Auch der Umstand, dass Packstücke unter dem Gewicht von aufgestapelten Objekten zusammengedrückt werden, verändert die Form und das Volumen der Frachtzusammenstellung. Wie im letzten Fall muss das Ergebnis der Zusammenfassung von mehreren Packstücken nicht immer zu einer Erhöhung des Volumens, einer Grundlage der Entgeltberechnung, führen.
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