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Der Verbreitungsgrad von Irregs ist somit im Stückgut- und Palettenbereich um ein Vielfaches höher als im KEP-Bereich. Aufgrund dieser Besonderheiten glich die PTB erstmals in einem OIML-Verfahren die Objektformen und die möglichen Marktanforderungen durch diverse Vor-Ort-Termine und Treffen mit Stückgut-Spediteuren ab. Bei dem Abgleich standen die messtechnischen Anforderungen sowie die Erfordernisse für den Transport von Stückgut im Landverkehr, aber auch bei der Beladung von Flugzeugpaletten und Containern der zu transportierenden Objekte im Vordergrund.
Das Gewicht der zu vermessenden Objekte dient meist nur für das Kriterium der Überladung. Das Volumen der Objekte oder kleinste Überstände dagegen können weitere Maßnahmen erfordern, wie den Einsatz spezieller Fahrzeuge für Container mit Übermaß. Das wird jedoch in Zeiten der Just-in-Time-Logistik kaum akzeptiert.
Daraus ergeben sich diverse Anforderungen an mehrdimensionale Messgeräte für Stückgut und größere Objekte. Neben den spezifischen Anforderungen an die Messsysteme selbst stellt die Verwendung solcher Geräte im geschäftlichen Verkehr besondere Anforderungen an Messsicherheit und Messbeständigkeit.
Das zu vermessende Objekt muss beim Abtasten ruhen
Neben der Fähigkeit, Irregs unter Einhaltung der Fehlergrenzen und ohne für Stückgut untaugliche Ausschlüsse zu vermessen, soll die Möglichkeit zur Ausblendung von Ladehilfsmitteln existieren, um diese Gerätetypen in der Praxis einsetzen zu können. Das in der OIML R:129 beschriebene Verfahren zur Bestimmung der Volumina muss für diese Aufgabe weiter geprüft werden, da das Vorhandensein einer Transportpalette den quaderbildenden Bereich der Fracht erheblich vergrößern kann.
Als Kriterium für die Ausblendung solcher Hilfsmittel, in der Regel Paletten, wird die Höhe des Objektträgers spezifiziert. Da herkömmliche Paletten eine Höhe von 10 bis 15 cm aufweisen, darf die Skalenteilung für die Höhenmessung des kleinsten umhüllenden Quaders für das Messinstrument höchstens 1 cm betragen.
Solche Messungen sind nur auf formstabile Objekte anwendbar, da sich ansonsten durch Änderung der Objektform auch der quaderbildende Bereich verändern kann. Diese eigentlich logische Forderung bekommt bei Stückgut aufgrund der besonderen Struktur und des Fehlens homogener Transportverpackungen, wie etwa eines Kartons, eine entscheidende Bedeutung.
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