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Torabdichtung Mit Schaumkissen dem Luftzug trotzen

Die Jowat AG hat für ihre Verladetore von Koch Lagertechnik eine maßgeschneiderte Schaumkissen-Konstruktion installiert bekommen, die jetzt den Luftzug dort verhindert und Beschädigungen an den Torabdichtungen vermeidet.

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Eine neue Halle mit 20 Verladetoren erweitert die Lagerfläche beim Klebstoff- und Leimhersteller Jowat. Koch hat dort die Torabdichtungen entscheidend verbessert.
Eine neue Halle mit 20 Verladetoren erweitert die Lagerfläche beim Klebstoff- und Leimhersteller Jowat. Koch hat dort die Torabdichtungen entscheidend verbessert.
(Bild: Koch)

Beim Klebstoff- und Leimhersteller Jowat müssen mit großen Gebinden von Klebstoffen beladene Lkw öfter auch über Nacht an den Verladetoren stehen bleiben. Weil die Ware teilweise kälteempfindlich ist, lässt man bei niedrigen Außentemperaturen die Türen des angedockten Lkw offen stehen, damit die Ladung von der warmen Hallenluft gewärmt wird. Wenn die Tore so lange geöffnet sind, sorgen natürlich jegliche, trotz der Torabdichtungen verbleibende Öffnungen für spürbare Wärmeverluste. Zudem birgt kalte Zugluft auch immer wieder die Gefahr von Erkältungskrankheiten beim Lagerpersonal. Die genannten Öffnungen finden sich zum Beispiel rechts und links unten zwischen am Lkw anliegender Seitenschürze und Seitenteil der Torabdichtung. Jowat schaltete deshalb die Firma Koch-Lagertechnik ein, um eine Lösung für diese Problemstellung zu finden.

Kissen schließt Spalt zwischen Tür und Seitenwand

Gemeinhin schließt man diese Öffnungen mit Eckabdichtungskissen oder Bumpern. Um eine möglichst 100%-ige Dichtwirkung zu erreichen, wird bei Jowat mit besonders großen Bumpern experimentiert. Diese haben jedoch den Nachteil, dass der Lkw die Schürzen der Torabdichtung so eng an die Bumper presst, dass er beim weiteren Zurücksetzen das ganze Seitenteil der Torabdichtung mit nach innen zieht und nicht mehr einfach an den Schürzen vorbei gleitet. Um Beschädigungen an den Torabdichtungen zu vermeiden, scheidet diese Lösung also aus. Zudem zieht die kalte Luft auch durch den Spalt zwischen aufgeklappter Lkw-Tür und Fahrzeugwand in die Halle. Dieser Spalt ist zwar nur 1 bis 2 cm breit, aber immerhin rund 2,50 m hoch – und das auf beiden Seiten.

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Der neue Lösungsvorschlag macht sich die Erfahrungen von Koch-Lagertechnik mit Kissen-Torabdichtungen zu Nutze. Es wird nun rechts und links in die Torlaibung ein 30 cm × 30 cm großes Schaumkissen mit entsprechender PVC-Ummantelung an eine verzinkte Stützkonstruktion montiert. Das Kissen ragt jetzt diese 30 cm in die Torlichte bis zur Überladebrücke hinein, verschließt damit den Spalt zwischen Lkw-Türen und -seitenwänden und die zuvor angesprochenen Öffnungen unter den Torabdichtungen gleich mit.

Auch verbleibende Restöffnungen werden abgedichtet

Die zwischen der Pufferunterfütterung und Gebäudewand verbleibende kleine Restöffnung dichtet eine zusätzlich am Kissen angebrachte PVC-Lasche auch noch ab. Um ein „Mitziehen“ der Seitenteile durch den Lkw nach innen – wie oben beschrieben – zu vermeiden, werden die Seitenschürzen etwas schmaler geschnitten.

Tests zeigen, dass nur in den relativ seltenen Fällen, wo der Lkw bis ganz zum Ende mit Paletten beladen wird, der Handlingaufwand geringfügig höher ist. Angesichts der ansonsten guten Lösung nimmt man diesen kleinen Nachteil bei der Jowat AG aber gerne in Kauf. Nach Ablauf einer längeren Testphase an dem entsprechend ausgerüsteten, hoch frequentierten Tor hat Jowat den Auftrag zur Nachrüstung auch der übrigen Tore an Koch Lagertechnik erteilt.

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