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Förder- und Hebeeinrichtung Neues Konzept für schwebende Lasten in der Produktion

| Redakteur: Victoria Sonnenberg

Die Feuerverzinkerei Helling & Neuhaus hat gemeinsam mit Terex Material Handling und unter Mitwirkung der Berufsgenossenschaft eine Lösung erarbeitet, die den Aufenthalt von Betriebspersonal unter schwebenden Lasten erlaubt.

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An Ringbahnen durchlaufen die feuerzuverzinkenden Teile die Bäder. Ausgangspunkt und Endpunkt sind die Aufgabe-/Abnahmestationen, an denen die Traversen abgesenkt werden.
An Ringbahnen durchlaufen die feuerzuverzinkenden Teile die Bäder. Ausgangspunkt und Endpunkt sind die Aufgabe-/Abnahmestationen, an denen die Traversen abgesenkt werden.
(Bild: Demag)

Die Hub- und Absenkstationen von zwei Förderstrecken sind mit je zwei Demag-Doppelkettenzügen ausgerüstet, die über eine Tandemsteuerung verbunden sind. Dieses Konzept, das die Anforderungen an BGV-D8-Plus-Züge erfüllt, wird für größtmögliche Sicherheit sorgen. In einer Reihe von Produktionsbetrieben ist es notwendig, dass sich Personen unter schwebenden Lasten aufhalten, die von Kettenzügen gehalten werden. Dort gelten besondere Sicherheitsvorschriften, die in der BGV D8 niedergeschrieben sind.

Sichere Lösung für D8-Plus-Züge nach Gefährdungsbeurteilung

Zu den Einsatzbereichen, in denen diese Anforderungen konstruktiv und sicherheitstechnisch umzusetzen sind, können auch Produktionsanlagen für Oberflächentechnik, zum Beispiel Verzinkereien, gehören. Auch wenn der Ablauf in den meisten Fällen automatisch erfolgt: Das zu beschichtende Material wird meistens von Hand in die Traversen eingehängt und nach dem Rundlauf entnommen. Die zur Seppeler-Gruppe gehörende Helling & Neuhaus GmbH in Gütersloh verfügt über zwei parallel arbeitende Rundlauflinien. Die Hubbewegungen an den Auf- und Abgabestationen wurden bislang mit Kettenzügen mit Fangklaue realisiert. Diese Lösung sollte sicherheitstechnisch optimiert werden. Michael Rother, technischer Leiter des Unternehmens: „Wir haben gemeinsam mit Terex Material Handling und der Berufsgenossenschaft zunächst eine Gefährdungsbeurteilung und -analyse durchgeführt. Auf deren Basis wurde ein Konzept entwickelt, das den Anforderungen der Richtlinie BGV 8+ entspricht und den Aufenthalt unter den Traversen zulässt.“

Die Lösung bei dem Feuerverzinkungsspezialisten sieht den Einsatz von Demag-Doppelkettenzügen LDC-D der Baugröße 10 vor, die zudem über eine Tandemsteuerung miteinander verbunden sind. Der für Langguttransport und Traversenbetrieb entwickelte LDC-D verfügt über zwei mechanisch synchronisierte Kettenabläufe, die durch einen gemeinsamen Rahmen starr miteinander verbunden sind. Über eine angekuppelte Verbindungswelle treibt der LDC-D den separaten Hubblock mit eigenem Kettentrieb an.

Sicherheit beim Heben und Senken

Die vier Auf- und Abhängestationen bei Helling & Neuhaus bestehen aus 6 m langen I-Profilen, die in den Bahnverlauf integriert sind. Sie werden gehalten von zwei ortsfest installierten Doppelkettenzügen LDC-D mit 800 mm Hakenabstand. Erreicht eine Katztraverse eine Station, wird die Traverse zunächst arretiert und das Bahnstück anschließend für das händische Einhängen und Anknoten der zu verzinkenden Teile abgesenkt.

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