Auto-ID Ohne Barcode kommt nichts in die Tüte

Autor / Redakteur: Eric Schambach und Maren Thielecke / Volker Unruh

Zur punktgenauen Nachverfolgung der Grundprodukte seiner Snacks setzt ein europaweit agierender Hersteller von Chips und Knabbergebäck auf ein Warenwirtschaftssystem im Verbund mit Barcode-Technik. Damit erfüllt das Unternehmen nicht nur die EU-Verordnung 178/2002 für die Lebensmittelindustrie, sondern steuert auch zuverlässig den Großteil seiner logistischen Prozesse.

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Chips und Knabbergebäck in den vielfältigsten Varianten: Mit europaweit über 3500 Mitarbeitern produziert die Intersnack Knabber-Gebäck GmbH & Co. KG in Köln all das, was zu einem guten Fernsehabend gehört. Mit qualifizierten Mitarbeitern und durchdachter Technik ist Intersnack Marktführer im Bereich salziger Snacks geworden.

SAP-System steuert alle Warenbewegungen

In Deutschland steuert und überwacht ein SAP-System im Verbund mit einem Barcodesystem alle Warenbewegungen. Per Barcodescan werden eingehende Waren erfasst, Lieferdaten übermittelt, Proben-Entnahmen ausgelöst, Chargen verfolgt sowie fertige Waren kommissioniert. So kann der Hersteller seine Produkte und deren Grundmaterialien jederzeit punktgenau nachverfolgen und damit die EU-Verordnung 178/2002 erfüllen.

Die Intersnack Knabber-Gebäck GmbH & Co. KG entstand 1995 als Zusammenschluss der Convent-Gruppe und von Wolf Bergstraße. Sie ist seitdem mit den Marken Chio, Funny-frisch, Pom-Bär und Goldfischli Marktführer im Bereich salzige Snacks in Deutschland. An vier deutschen Standorten werden rund 50 verschiedene Varianten von Kartoffel- und Stapelchips, Teig-Snacks, Extruder- und Pelletprodukten, Salz- und Laugengebäck hergestellt – täglich rund 1,7 Mio. Beutel. Für die Produktion werden unzählige Rohmaterialien benötigt, die in großen Mengen und in unterschiedlichster Form angeliefert werden, ob fest, flüssig oder pulverisiert, auf Paletten oder in Silofahrzeugen.

Lebensmittelproduktion stellt hohe Anforderungen an die IT

Die Qualitätskontrolleure bei Intersnack stehen nicht erst seit Inkrafttreten der EU-Norm 178/2002 vor der täglichen Herausforderung, die Produkte zu sichten, Mengen zu erfassen, diese in das interne Warenwirtschaftssystem einzupflegen und Proben für Qualitätsanalysen zu entnehmen. Lebensmittelproduzenten müssen ihre Prozesse dokumentieren, um im Ernstfall spätere Rückrufaktionen zu erleichtern. Die EU-Norm 178/2002 schreibt vor, dass sich alle Bestandteile eines Lebensmittels nachverfolgen lassen müssen. Daher ist auch während der Produktions-, Lager- und Auslieferungsprozesse eine ständige Kontrolle und Dokumentation nötig, was ein kompliziertes, fehleranfälliges und zeitraubendes Unterfangen sein kann – besonders dann, wenn sie in Papierform erledigt wird, wie das bei Intersnack der Fall war.

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