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Fahrerlose Transport-Systeme PSB modernisiert Warentransport in Bundeswehrkrankenhaus

Mit einem Retrofit für das automatische Warentransport-System (AWT) im Bundeswehr-Zentralkrankenhaus Koblenz hat die PSB Intralogistics GmbH, Pirmasens, die richtige „Medizin“ gewählt. Störungen aufgrund veralteter Systemkomponenten gehören nun der Vergangenheit an, wie PSB mitteilt.

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Alle fahrerlosen Transportfahrzeuge im Bundeswehr-Zentralkrankenhaus wurden auf W-Lan umgestellt (rechts ein Carobot der ersten Generation mit Infrarottechnik, links ein neues). Bild: PSB Intralogistics
Alle fahrerlosen Transportfahrzeuge im Bundeswehr-Zentralkrankenhaus wurden auf W-Lan umgestellt (rechts ein Carobot der ersten Generation mit Infrarottechnik, links ein neues). Bild: PSB Intralogistics
( Archiv: Vogel Business Media )

Das automatische Warentransport-System mit seinen fahrerlosen Transportfahrzeugen (FTF) durchzieht die Liegenschaft als unterirdische Lebensader. Nach über zehn Jahren Betrieb ohne große Störungen waren schließlich wichtige Komponenten veraltet und Ersatzteile nicht mehr verfügbar, so beispielsweise die Steuerkarten der Fahrtrechner und Bauteile für die mit Ultraschall arbeitende Personenschutzanlage, die mittlerweile durch ein System mit Laserscannern ersetzt wurde. Ferner mangelte es an Ersatzteilen für die Infrarot-Datenkommunikation zwischen dem Hauptrechner und den fahrerlosen Transportfahrzeugen.

Transportsystem-Retrofit sichert Funktionalität des Krankenhauses

Aufgrund der Größe der Liegenschaft könnte das Krankenhaus seine Funktionalität ohne die Anlage nur sehr eingeschränkt aufrechterhalten, gibt PSB an. Daher war es Ziel des Retrofits, das automatische Warentransport-System wieder mit Komponenten zu versehen, für die langfristig Ersatzteile zur Verfügung stehen.

Mit dem Retrofit wurde PSB Intralogistics beauftragt, die das automatische Warentransport-System komplett geliefert hatte. Die Anlage umfasst das fahrerlose Transportsystem PSB Carobot mit 19 induktiv geführten fahrerlosen Transportfahrzeugen, die auf insgesamt 1700 m langen Strecken fahren, das zentrale Überwachungs- und Störmeldesystem PSB Selektron Scada sowie die SPS und die Containerfördertechnik. Die fahrerlosen Transportfahrzeuge wurden nach und nach modernisiert.

Zunächst musste PSB allerdings die Kommunikation sämtlicher Fahrzeuge auf W-Lan umstellen. Die bislang genutzte Infrarottechnik hätte parallel zu den Personen-Lichtscannern nicht funktioniert.

AWT-Leitstand optimiert die Fahraufträge

Das automatische Warentransport-System bewältigt täglich fast 600 Transporte. Als Ladungsträger dienen 40 Speise- und 172 Universal-Edelstahlcontainer. Angeschlossen sind die Bettenhäuser, die Ambulanzen, die Zentralsterilisation, die Küche, die Wäscherei, die Apotheke sowie die Operationssäle, außerdem die Containerwaschanlage, die Müllentsorgung und das Verbrauchsmittellager für die ganze Liegenschaft. Die Stationen, die sich in den höheren Ebenen befinden, werden über Aufzüge erreicht.

Der Leitstand des automatische Warentransport-Systems verwaltet, koordiniert und optimiert die Fahraufträge gemäß strategischer Vorgaben. Wesentliche Funktionen übernimmt dabei das PSB-Selektron-Scada-System, das Datenbankzugriffe in Echtzeit erlaubt.

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