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Coronaeffekt Rekordmenge an Paketsendungen zu Weihnachten erwartet

| Redakteur: Katharina Juschkat

2,6 Mio. Pakete pro Tag: Paketzusteller Hermes rechnet dieses Jahr coronabedingt mit einer Rekordmenge an Paketsendungen zu Weihnachten. Der genaue Effekt durch Corona lässt sich jedoch nur schätzen.

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Rekordzustellungen wegen Corona: Viele Leute werden den Weihnachtseinkauf digital erledigen.
Rekordzustellungen wegen Corona: Viele Leute werden den Weihnachtseinkauf digital erledigen.
(Bild: Hermes/Willing-Holtz)

Aufgrund der anhaltenden Covid-19-Pandemie rechnet der Paketzusteller Hermes mit etwa 120 Mio. Pakete im Weihnachtsgeschäft, das jetzt im Oktober startet – das wären rund 20 % mehr gegenüber dem Vorjahr. Der weihnachtliche Paket-Boom resultiert vor allem aus den deutlich ansteigenden Online-Bestellungen, aber auch die Anzahl privat verschickter Geschenke wird voraussichtlich zunehmen.

Der Paketzusteller rechnet damit, in manchen Wochen rund 12 Mio. Pakete zuzustellen, an Spitzentagen bis zu 2,6 Mio. Dabei beruhen die Zahlen auf Schätzungen: Die Pandemie-Situation gepaart mit der kaum prognostizierbaren Entwicklung des Konsumverhaltens ist eine Herausforderung bei der Mengen- und Ressourcenplanung.

Wir gehen vom mengenstärksten Weihnachten aller Zeiten aus.

Olaf Schabirosky, CEO Hermes Germany

Wie bereits 2018 und 2019 erhebt Hermes auch in diesem Jahr einen sogenannten Peak-Zuschlag. Der Aufpreis gilt für geschäftliche Auftraggeber vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2020 und beträgt 0,25 Euro. Bezuschlagt werden ausnahmslos alle Sendungen, inklusive Retouren. Privatpakete bleiben zuschlagfrei.

Paketlogistik wird digital

Hermes sieht sich für den Rekordansturm aber gut aufgestellt: Das Unternehmen hat in Standorte und Technologien investiert und setzen auf digitale Lösungen, um Effizienz zu steigern. Zum Einsatz kommen folgende digitale Tools:

  • Digitale Toursortierung
  • Tourenplanung via Tablet
  • Nutzung von Handscannern in Kombination mit einer Zustell-App
  • Digitale Benachrichtigungskarte

Auch hat Hermes in seinen Standorten in Leipzig, am Flughafen Münster-Osnabrück und in Graben (bei Augsburg) die Sortierkapazitäten erhöht. Ein neues Verteilzentrum kommt in Bremen hinzu: Hier können täglich 50.000 Sendungen abgewickelt werden. Damit steigert der Konzern seine Sortierkapazitäten um rund 30 %.

Zu Weihnachten stockt Hermes auch die Paketzustellerinnen und -zusteller auf: Rund 3500 zusätzliche Arbeitskräfte helfen bei der Zustellung und im Umschlag. Bereits im Frühjahr stockte Hermes um 1500 Zusteller auf, da aufgrund des Lockdowns schon die Paketzustellungen stiegen.

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