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Schüttgutförderer Schiffsbelader schlägt Harnstoff um

Für ein algerisches Düngeunternehmen konzipierte SMB International aus Quickborn zwei Schiffsbeladesysteme. Umgeschlagen wird Harnstoff. Installiert wurden die Schiffsbelader direkt auf den Hafenanlagen am Mittelmeer nahe der Küstenstadt Oran, der zweitgrößten Stadt Algeriens.

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SMB International aus Quickborn hat zwei Schiffsbeladesysteme für den Umschlag von Harnstoff gebaut und installiert. Bild: SMB International
SMB International aus Quickborn hat zwei Schiffsbeladesysteme für den Umschlag von Harnstoff gebaut und installiert. Bild: SMB International
( Archiv: Vogel Business Media )

Urea (Harnstoff) ist weltweit das bedeutendste Stickstoffdüngemittel und wird aufgrund seiner hohen Wasserbindungsfähigkeit häufig als Feuchtigkeitsfaktor in Kosmetika eingesetzt. Auch in der Pharmazie findet es Verwendung, etwa als Feuchtigkeitsspender in Salben. Harnstoff wird in großen Mengen industriell hergestellt.

Besonders in Ländern mit großen Vorkommen wird Erdgas heute in Harnstoff umgewandelt. Dazu dienen große Anlagen, die aus Erdgas, Luft und Wasser in mehreren Prozessschritten (Wasserstoffherstellung – Ammoniakherstellung – Harnstoffsynthese) schließlich Harnstoff produzieren. Der zunächst in Lösung anfallende Harnstoff wird in Granulat umgewandelt und in Säcken oder auch lose vertrieben.

Aufnahme des Schüttguts vom Kailängsband bis in die Schiffe

Eine hohe Niederschlagsquote und starke Winde warteten vor Ort auf die Schiffsbauingenieure. Diese Kriterien wurden in die Planung der Konstruktion und der zu verwendenden Materialen einbezogen. Das Unternehmen wurde beauftragt, den kompletten Anschluss an den Kai zu produzieren: das heißt die Aufnahme des Schüttguts vom Kailängsband bis in die Schiffe.

Mit einem Reclaimer wird das Granulat vom Silolager auf die Fördertechnik gebracht und bis zum SMB-Schiffsbelader weitertransportiert. So kann ein vollständig automatisierter Ladeprozess zu jeder Tag- und Nachtzeit stattfinden und die Ware gelangt geschützt vom Lager in das Schiff.

Die Konstrukteure entschieden sich für ein auf dem Kai verfahrbares System mit schwenkbarem Überbau. Dadurch kann das Schiff an allen Stellen befüllt werden. Bei der Beladung von Schüttgut erreicht dieses zunächst über das Förderbandsystem den Bandschleifenwagen. Das Gut fällt dann auf das Portalband, wird zu einem Trichter befördert, der sich im Zentrum des Auslegerdrehpunktes befindet und gelangt auf das Auslegerband und anschließend in die Kaskadenrutsche. In dieser sind mehrere offene Konen in schräger Lage übereinander angeordnet, sodass die Ware in den Schiffsbauch „fließt“, um so zu vermeiden, dass das Material nicht zerstört wird. Der Auslassabschnitt der Rutsche ist um 360° geformt.

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