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Krantechnik Sichere Arbeitsumgebung ist gut fürs Geschäft

Innovation, Engagement, Zuverlässigkeit sowie Sicherheit für Menschen und Investitionen – auf diesen vier Säulen basiert die Marke Demag, unter der Kranqualität seit beinahe 200 Jahren gefertigt wird. Und das soll sich auch nach der geplanten Herauslösung aus dem Terex-Konzern und der Übernahme durch Konecranes 2017 nicht ändern.

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Demag-Geschäftsführerin Susanna Schneeberger: „Bis zum Abschluss bleiben wir Wettbewerber.“
Demag-Geschäftsführerin Susanna Schneeberger: „Bis zum Abschluss bleiben wir Wettbewerber.“
(Bild: Maienschein)

2014 war der Launch des Demag V-Profilkrans ein echter „Big Bang“ in der Kranbranche – oder, wie sich Demag-Geschäftsführerin Susanna Schneeberger ausdrückt, ein „Game Changer“. Ein Jahr später, im Oktober 2015, kam die Einführung des modularen Seilzugs DMR als neuer Meilenstein hinzu. „Ein Seilzug, zwei Bauformen, alle Möglichkeiten“ haben es die Kranbauer damals griffig beschrieben. Und auch in der Zwischenzeit ist man in Wetter nicht untätig geblieben und hat das Zukunftsprogramm „Fit for the future“ gestartet. Ein wichtiger Schritt im Unternehmen, wenn man bedenkt, dass die Übernahme von Terex Material Handling & Port Solutions (MHPS) und der Marke Demag durch Konecranes unmittelbar bevorsteht.

Demag dockt bei Konecranes an

Oberste Priorität an der Ruhr haben derzeit die Planungen zur Herauslösung von MHPS aus dem Terex-Konzern und die Bereitschaft zur reibungslosen Aufnahme der gemeinsamen Geschäftstätigkeit mit Konecranes vom ersten Tag an. Sämtliche Pläne dazu sollen bis zum 1. Januar 2017 fertiggestellt sein. „Bis zum Abschluss bleiben wir aber Wettbewerber. Das Kartellrecht verbietet beiden Parteien Geschäftsabsprachen vor Abschluss der Transaktion“, gibt Schneeberger zu bedenken. 140 Mio. Euro in drei Jahren sollen die Synergieeffekte der Übernahme durch die Finnen für Demag betragen, so die Geschäftsführerin. Wenn alles fertig ist, soll dem Markt ein „einzigartiges globales Angebot bei Service sowie Industrial Lifting & Port Solutions“ zur Verfügung stehen.

Der mitfahrende Pufferspeicher (grün, rechts oben im Bild) wird per Ladevorgang aufgefüllt, der Ladezustand dabei selbstüberwacht.
Der mitfahrende Pufferspeicher (grün, rechts oben im Bild) wird per Ladevorgang aufgefüllt, der Ladezustand dabei selbstüberwacht.
(Bild: Demag)

Dr. Thomas Bönker, verantwortlich für das globale Produktmanagement bei Demag, stellt auf den Demag Discovery Days 2016 am 26. und 27. Oktober 2016 in Wetter das grüne Zero-Emission-Konzept der V-Profilkrane vor. Die Nutzung erneuerbarer Energien steht dabei im Vordergrund. „Wir nutzen Solarenergie“, sagt Bönker. Die besonders geringe Eigenmasse des V-Profilkrans unterstütze dieses Konzept dabei massiv, so Bönker.

Solarenergie bewegt den Kran

Konkret wird bei „ZeroEmission“ die angezapfte Solarenergie in stationären Batterien am Boden zwischengespeichert. Die Krananlage selbst verfügt über Pufferspeicher – ein mitfahrender „grüner Kasten“ –, die mittels Ladevorgang aufgefüllt werden. Das Ganze wird per automatischem, anwendungsspezifischem Ladevorgang in einer Docking-Station mit optimalen Ladezyklen geregelt. Per Demag „StatusControl“ und dem entsprechenden Monitoring überwacht sich der Ladezustand selbst.

KBK Drive Assist: Das innovative Assistenzsystem reduziert die körperliche Belastung für den Kranbediener um bis zu 60 %.
KBK Drive Assist: Das innovative Assistenzsystem reduziert die körperliche Belastung für den Kranbediener um bis zu 60 %.
(Bild: Demag)

Und auch der 1963 eingeführte Demag-KBK (Kranbaukasten) kann mit einer Neuerung aufwarten: Der KBK Drive Assist verlangt dem Kranbediener bis zu 60 % weniger Kräfte beim Beschleunigen und Abbremsen einer Last ab als bei konventionell handgeführten Arbeitsplatzkranen.

Digitalisierung der Krantechnik

„Konventionelle Produkte werden abgelöst“, formuliert Bönker einen Trend. Er meint damit das allgegenwärtige Thema „Industrie 4.0“, dem sich natürlich auch Demag nicht verschließt. Ganz im Gegenteil: Demag-Produkte verfügen seinen Worten zufolge schon heute über „Industrie-4.0-Eigenschaften“. Schwerpunkte dabei sind beispielsweise die steuerungstechnische Autonomisierung durch Assistenzfunktionen, eine kontinuierliche Erfassung der Status- und Betriebsdaten sowie deren zielgerichtete Auswertung zur Prozessverbesserung.

„Mit Assistenzsystemen eintauchen in die Welt der Industrie 4.0 – das ist die Vorbereitung auf Industrie 4.0 bei Demag“, so der Produktmanager. Schließlich würden die Kunden neue Krane mit dem neuesten Stand der Technik erwarten und wollten die Effizienz und Leistung ihrer Krane steigern. Das Zusammenspiel von „StatusControl“, dem V-Profilkran und „ZeroEmission“ ist Demags Antwort auf künftige Herausforderungen.

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