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MDE-Geräte So sichern Sie das Ersatzteilmanagement

| Autor / Redakteur: Adeline Kuo / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Erstausrüsterqualität oder nicht, vielleicht sogar billige Fälschung – auch Ersatzteilen für Lastkraftwagen sieht man das oft auf den ersten Blick nicht an. Ein bedeutender Lkw-Hersteller in China bringt jetzt Sicherheit in seine interne Ersatzteillogistik: mit mobilen Handheld-Computern der Serie 9700 von Cipherlab.

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So wie in der Lkw-Serienfertigung werden dank der Einführung der mobilen Datenerfassung auch in den Service-Zentren nur Teile in Erstausrüsterqualität verbaut.
So wie in der Lkw-Serienfertigung werden dank der Einführung der mobilen Datenerfassung auch in den Service-Zentren nur Teile in Erstausrüsterqualität verbaut.
(Bild: CipherLab)

Hierbei handelt es sich um industrieerprobte Geräte mit Windows-Betriebssystem, integriertem Barcodescanner und bedienerfreundlicher Tastatur, mit denen Daten mobil erfasst und per Bluetooth oder Datenfunk in Echtzeit mit einem Warenwirtschaftssystem synchronisiert werden können. Durch ihr robustes Design sind die 9700-er Handhelds bestens geschützt gegen mechanische Beschädigungen, äußere Umgebungseinflüsse und daraus resultierende Funktionsbeeinträchtigungen. Die hohe Verfügbarkeit auch bei starker Beanspruchung macht sie zu idealen Lösungen für anspruchsvolle Anwendungen und Prozessabläufe, zum Beispiel in der Lkw-Ersatzteillogistik.

Belegorientierte Prozesse bergen Gefahren

Minderwertige Ersatzteile können nicht nur die Fahrer der Lkw und andere Verkehrsteilnehmer gefährden, sondern auch die Reputation des Fahrzeugherstellers und seines landesweiten, etwa 900 Stationen umfassenden Händler- beziehungsweise Servicenetzwerks aufs Spiel setzen. Die Vertragszulieferer sind zwar geprüft und entsprechend geltender Richtlinien zertifiziert – gleichzeitig aber werden 90 % der Servicezentren von rechtlich unabhängigen und wirtschaftlich selbstständigen Franchise-Nehmern betrieben. Bislang haben diese bei der Datenerfassung, der Auftragsabwicklung sowie der laufenden Warenbestandsführung und jährlichen Inventur mit klassischen Erfassungsbelegen gearbeitet. Fehler bei der mengenmäßigen Fortschreibung von Artikeln sind damit ebenso wahrscheinlich wie die Gefahr, dass Teile von außerhalb eingeschleust werden, die nicht der vertraglich zugesicherten Erstausrüsterqualität entsprechen. Weitere Nachteile sind die langen Vereinnahmungs- und Einlagerungsprozesse der Ersatzteile sowie die internen Laufzeiten der Kundenaufträge – hervorgerufen durch manuelle Tätigkeiten wie Entnehmen, Prüfen, Bestätigen oder Kommissionieren, die jedes Mal manuell aufgezeichnet werden müssen. Dabei können Daten, Informationen und Artikel selbst verlorengehen oder aus dem freien Teilemarkt eingeschleust werden, sodass buchmäßige und tatsächliche Warenbestände voneinander abweichen. Im Falle einer Reklamation oder eines Schadens ist zudem eine lückenlose Rückverfolgung einzelner Artikel nicht mehr möglich.

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Gesucht: Lösung für das effiziente Datenmanagement in Echtzeit

Mehr Bestandssicherheit bei gleichzeitig minimierten Manipulationsgefahren – für den chinesischen Lkw-Hersteller bestand die Lösung der Herausforderung in einem möglichst effizienten Umgang mit den Artikel- und Prozessdaten im Workflow der Ersatzteillogistik. Die einzusetzenden Mobilcomputer mussten dabei besondere Anforderungen erfüllen. Hierzu gehörten je nach Arbeitsstation für die Geräte auswählbare, leistungsfähige Scannermodule für 1D- beziehungsweise 2D-Codes, für ersatzteilbedingt stark wechselnde Leseabstände sowie in einigen Fällen für Leseabstände über mehrere Meter hinweg. Eine weitere Forderung war die Möglichkeit, die Bedientastatur der Handhelds entsprechend der optimalen Eignung auswählen zu können. Zudem war Robustheit gefragt – im doppelten Sinn: Die Geräte müssen auch nach einem Herabfallen auf den Fußboden weiterhin zuverlässig funktionieren. Gleichzeitig muss die Datenübertragung stabil und frei von Funklöchern arbeiten, damit die Bediener nicht nur jederzeit schnell Daten melden und abrufen können, sondern vom Warenwirtschaftssystem sofort Quittierungs- oder Fehlermeldungen erhalten können. Darüber hinaus wünschte der Lkw-Hersteller die Möglichkeit, Teile der per Software programmierten Anwendungen auf den Mobilcomputern bei Bedarf in Eigenregie ändern oder ergänzen zu können. Schließlich sollten Refe- renzinstallationen in ähnlichen Lagerumgebungen bestmögliche Sicherheit hinsichtlich der Geräte, ihrer Anwendung und ihrer Zukunftssicherheit gewährleisten.

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