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Logistikdienstleister Spedition Gebrüder Weiss kauft eigenen Windpark

| Redakteur: Claudia Otto

Der österreichische Transport- und Logistikdienstleister Gebrüder Weiss hat eigenen Angaben zufolge von einem erfahrenen Projektentwickler einen Windpark in Norddeutschland erworben. Der Kauf erfolgte rückwirkend zum 1. April 2011.

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Pro Jahr soll der Windpark rund 20 GWh Strom produzieren. Bild: Gebrüder Weiss
Pro Jahr soll der Windpark rund 20 GWh Strom produzieren. Bild: Gebrüder Weiss
( Archiv: Vogel Business Media )

Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Der sich vollständig im Besitz von Gebrüder Weiss befindende Windpark besteht aus vier Windkraftanlagen mit einer Nennleistung von je 2 MW. Die Anlagen sind seit Jahresbeginn in Betrieb und speisen bereits Strom in das Netz ein.

Windpark sichert gegen steigende Energiepreise ab

Pro Jahr werden den Angaben zufolge rund 20 GWh Strom produziert. „Das entspricht mehr als 100% des Konzernenergiebedarfs, den wir nun auf diese Weise ökologisch und nachhaltig selber erzeugen”, erklärt Vorstandsmitglied Wolfram Senger-Weiss.

„Mit dieser Investition möchten wir erneut ein deutliches Zeichen für den Umweltschutz setzen. Das Unglück in Japan hat uns gezeigt, wie fragil unsere Energieproduktion ist. Die Nutzung erneuerbarer Rohstoffe zur Erzeugung von Strom ist eine wertvolle Alternative im Hinblick auf die Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern”, so Senger-Weiss weiter. Zusätzlich bilde die eigene Stromproduktion für Gebrüder Weiss eine natürliche Absicherung gegen steigende Energiepreise.

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Windpark spart 12.000 t CO2 jährlich

Die gekauften Windenergieanlagen des Typs E-82 von Enercon mit einer Nabenhöhe von 108 m sind getriebelos und dadurch wartungsarm sowie kosteneffizient. Durch den Windpark werden laut Gebrüder Weiss pro Jahr rund 12.000 t CO2 eingespart.

Dazu Wolfram Senger-Weiss: „Die Reduzierung des CO2-Ausstoßes gehört zu den Kernzielen unseres Umweltmanagements. Fossile Energieträger – vor allem Erdölprodukte – sind in vielen Anwendungen noch nicht substituierbar.“ Das Unternehmen sei aber bemüht, permanent nach Alternativen zu suchen und dies gelte bei der Auswahl der Fahrzeuge, beim Bau von Logistikanlagen sowie auch beim Einsatz alternativer Verkehrsträger.

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