Einzelhandel

Stationärer Handel und E-Commerce vereint

| Redakteur: Gary Huck

Das „Omnistore“-Konzept soll die Vorteile des stationären Handels und E-Commerce vereinen.
Das „Omnistore“-Konzept soll die Vorteile des stationären Handels und E-Commerce vereinen. (Bild: TGW)

Beim Handelsforum des Cash-Handelsmagazins vom 24. bis zum 26. April 2019 präsentierten Intralogistikspezialist TGW und Ladenbauprofi Umdasch ihr neues Laden- und Logistikkonzept „Omnistore“ für den Lebensmitteleinzelhandel. Beide Unternehmen wollen mit dem Omnichannel-Modell die Stärken des stationären Handels mit den Annehmlichkeiten des E-Commerce verbinden. Dabei sollen bestehende Filialnetze genutzt werden.

Der CSO der TGW Logistics Group, Christoph Wolkerstorfer, erklärt die Funktionsweise des neuen Modells: „Omnistore greift auf bestehende Filialen zurück und verwandelt sie in lokale, kleine Fulfillment-Center. Das bedeutet, dass es zusätzlich zum Shop einen getrennten Kommissionierbereich gibt, in dem die Ware mithilfe von Automatisierung effizient gelagert und je nach Kundenauftrag zusammengestellt wird – ideal für Onlinebestellungen, die der Kunde zu seinem Wunschzeitpunkt abholt oder geliefert bekommt. Bei dem im Laden angebotenen Sortiment liegt der Fokus auf Attraktivität und Emotionalität – mit einem hohen Anteil frischer und regionaler Produkte.“ Laut TGW profitieren Unternehmen so von einem schnellen und kosteneffizienten Omnichannel-Order-Fulfillment. Das Konzept soll auf einer Fläche von etwa 1000 m² realisiert werden können, ohne neue Mitarbeiter einstellen zu müssen.

Unterschiedliche Customer Journeys abdecken

Kunden können im „Omnistore“ normal ihre Einkäufe erledigen oder den Onlineservice des neuen Modells nutzen. Dabei stellen sie ihren Einkauf online zusammen und können die Waren dann zu einem ausgewählten Zeitpunkt an einem, in den Laden integrierten, Pick-up-Schalter abholen. Die Abholung soll rund um die Uhr möglich sein. Der Intralogistikspezialist gibt an, unterschiedliche Customer-Journeys mit einer bis um den Faktor vier erhöhten Kommissioniereffizienz abdecken zu wollen.

Obwohl Onlinehändler laut dem Bundesverband E-Commerce und Versandhandel im Jahr 2017 einen Umsatz von 1,13 Mrd. Euro verzeichnen konnten, entschieden sich TGW und Umdasch für ein stationäres Konzept. Der Logistikspezialist gibt an, dass die Auftragskommissionierung und die Last-Mile-Delivery nur schwer profitabel zu realisieren sind. Beide Unternehmen sind sich außerdem sicher, dass der stationäre Handel nicht verschwinden wird, da Kunden weiterhin Wert auf das Einkaufserlebnis vor Ort legen.

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TGW

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