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Schwertransporte Überdimensionale Kranbrücke mit Spezialadaptern nach Luxembourg

Bigmove, das aus elf mittelständischen Unternehmen bestehende europaweite Netzwerk für Spezial- und Schwergutlogistik, hat eine anspruchsvolle Aufgabe gemeistert: Zwei Komponenten einer Kranbrücke mit jeweils 34 m Länge, 5,80 m Breite und 4,35 m Höhe waren von Sachsen-Anhalt nach Luxembourg zu transportieren. Das Eigengewicht der ausladenden Metallkonstruktionen betrug jeweils 74 t.

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(Bild: Bigmove)

Speziell für diesen Transport mit Dolly und Nachläufer wurden vom „Bigmover“ Gutmann konstruierte Transportadapter individuell angepasst. Zusätzlich wurde ein Zwischenadapter integriert, der vom Kunden eigens für diese Kranbrückenkomponenten produziert wurde. Denn die individuelle Gesamtkonstruktion hatte nicht nur einwandfreie Stabilität, sondern auch eine genauestens definierte Flexibilität zu gewährleisten.

Die Adapter wurden auf Dolly und Nachläufer verankert, um die Lenkung des Nachläufers unabhängig von Zugmaschine und Dolly zu unterstützen. So konnte ein Gesamtzug geschaffen werden, der die überdimensionale Fracht bildlich gesprochen zwischen zwei in sich drehbaren Riesengreifern transportierte, die jedoch an keinem Punkt ihrer Verwindung auch nur ansatzweise Kraft einbüßen durften. Gezogen wurde von zwei Mercedes-Benz-Actros-4-Achs-Zugmaschen.

Zentimetergenaue Routenplanung

Dies war der eine Teil der anspruchsvollen Aufgabe. Im anderen Teil galt es für den gigantischen Metallkonvoi eine Wegstrecke zu finden, auf der er sich mit maximaler Sicherheit bis zum Ziel vorarbeiten konnte. Bereits vorab waren hierfür Fachleute mit der eingehenden Streckenprüfung beauftragt worden. Denn die zentimetergenaue Routenplanung für Schleppkurven und Engstellen im Vorfeld war bei Gesamtzugdimensionen von jeweils 56 m Länge, 5,80 m Breite, 4,45 m Höhe mit 115 t Gesamtzuggewicht erfolgsentscheidend. Von der innerörtlichen Dorfdurchfahrt bis hin zur Autobahn waren dann auch sämtliche Straßengrößenordnungen im Ergebnis der optimalen Routenplanung sowie der ausgiebigen Genehmigungsverfahren vorhanden.

Nicht nur Länge und Höhe der zu transportierenden Kranbrücke waren dabei anspruchsvoll, sondern auch die Breite von 5,80 m, da Baustellen zu passieren waren. Diese Ausmaße erklären auch, warum auf der Strecke insgesamt über 30 Verkehrsschilder, Laternen, Zäune und Poller temporär entfernt werden mussten. Die ausgiebige Vorplanung wurde schließlich jedoch mit einer fehlerfreien Fahrt belohnt. Eigene operative Helfer sowie die Polizei begleiteten den gesamten Transport. In Luxemburg kamen zusätzlich zum eigenen Personal einheimische Begleiter hinzu.

Wenn's knapp wird, hilft schon mal Hydraulik

An kritischen Straßenstellen und Kurven mussten die Kranbrückenkomponenten zudem hydraulisch angehoben werden, um Leitplanken und Verkehrsinseln zu überwinden. Aber auch diese Manöver konnten dank exakter Berücksichtigung im Vorfeld professionell gemeistert werden. Abschließend galt es für den Operator dann noch mit seinen 56 m rückwärts in eine schmale Seitenstraße zu manövrieren, um sauber vorwärts auf die Zielgerade vor Differdange in Luxembourg zu gelangen. „Solche Manöver erledigen unsere Profis mit Ruhe und Übersicht“, so Marlo Gutmann, Geschäftsführer der Gutmann-Schwergutlogistiker zum Abschluss des Transports, „nur wenn sie beim Einparken neben ihren Frauen sitzen, dann werden sie nervös.“

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