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Zustellung UPS bekämpft Emissionen und Staus mit E-Bikes

| Redakteur: Simone Käfer

In Kiel wehrt sich UPS gegen stockenden Verkehr und Treibhausgas mit E-Lastenfahrrädern. Insgesamt 160 Haltepunkte fahren die E-Bikes an.

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Am 6. Februar 2019 besuchte Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer das Micro-Depot von UPS.
Am 6. Februar 2019 besuchte Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer das Micro-Depot von UPS.
(Bild: UPS)

Durch den Einsatz der E-Lastenfahrräder in der Kieler Innenstadt spart UPS täglich den Einsatz eines 7,5 t Dieselfahrzeugs, meldet der Paketdienst.Seit Dezember 2019 erfolgen Lieferungen und Abholungen mit elektrisch unterstützten Box Movr Lastenfahrrädern. Die Besonderheit dieser Fahrräder ist die abnehmbare, modulare Box, die den UPS-Zustellern ein schnelles Be- und Entladen der Lastenfahrräder ermöglicht. Statt die Box neu zu beladen, muss der Fahrer nur noch die leere Box am Mini-Hub gegen eine mit Paketen gefüllte austauschen. Der Laderaum der E-Lastenräder kann ein Volumen von 1,7 m3 fassen. Mit einem Leergewicht von nur 135 kg und einem maximalen Gesamtgewicht von 350 kg können sich die Fahrer auf die Unterstützung des 250-W-Elektromotors verlassen.

„Mit der Umstellung der 160 Haltepunkte auf Zustellung mit E-Lastenfahrrädern in der Kieler Innenstadt, tragen wir dazu bei, Emissionen und Staus in der Stadt zu verringern“, sagte Christian Luner, UPS Center Manager in Kiel. „Wir haben schnell einen Partner gefunden, der uns einen geeigneten Platz für das Micro-Depot zur Verfügung stellen konnte. Die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung war der Schlüssel zum Erfolg dieses Projekts.“ Die Umstellung soll dazu beitragen, das selbstgesetzte Ziel zu erreichen, die Treibhausgasemissionen der Bodenaktivitäten bis 2025 um 12 % zu senken.

Projekt läuft seit 2012

Der Paketdienst setzt bereist sei 2012 auf Zustellalternativen in Städten. Mit den E-Bikes begann UPS damlas in Hamburg. Das Logistikunternehmen betreibt innerstädtische Lieferprojekte mit Zustellungen zu Fuß per Sackkarre und per Lastenfahrrad in mehr als 30 Großstädten weltweit, darunter das belgische Löwen, Paris und Toulouse in Frankreich, die deutschen Städte Köln, Dortmund, Frankfurt, Hamburg, Herne, Karlsruhe, Mannheim, München, Offenbach und Oldenburg, die irische Hauptstadt Dublin, die britische Metropole London sowie die US-amerikanischen Städte Pittsburgh und Seattle.

Mit dem Ansatz der „rollenden Labore“, einer Flotte von mehr als 10.000 emissionsarmen Fahrzeugen, analysiert UPS, welche alternativen Kraftstoffe und Fahrzeuge sich am besten für unterschiedliche Routen und Einsatzgebiete eignen. Dazu zählen mit Ethanol-Kraftstoffen betriebene Fahrzeuge sowie Fahrzeuge mit Elektro-, Hybridelektro-, hydraulischem Hybrid-, Erdgas- oder Flüssigerdgasantrieb.

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