Pick by Watch Vom Handgelenk aus kommissionieren

Bei Maincor, Direktvertrieb für Installateure im Bereich Heizung/Sanitär aus dem unterfränkischen Schweinfurt, wird nur noch „by Watch“ gepickt. Alle Kommissionierer haben eine Smartwatch am Handgelenk und können so vollständig auf Papierbelege verzichten.

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Maincor verzichtet bei der Kommissionierung jetzt komplett auf Papier.
Maincor verzichtet bei der Kommissionierung jetzt komplett auf Papier.
(Bild: Maincor)

Maincor Rohrsysteme bietet seinen Kunden seit Jahren digitale Vertriebswege – weit über die Grenzen Deutschlands hinaus. Im eigenen Lager waren die Mitarbeiter noch mit Zettel und Stift unterwegs, um die Ware zu kommissionieren. Die Nachteile und Fehlerpotentiale von der Beleg-basierten Arbeitsweise wurden zunehmend offensichtlich, sodass Maincor vor der Frage stand: Was ist die geeignete Technologie, um meine Logistikprozesse zu digitalisieren?

Intelligente Bildschirmfolgen unterstützen Kommissionierer

„Datenbrillen, Pick-by-Voice-Systeme und lichtbasierte Kommissionieranlagen sind entweder zu teuer, wenig komfortabel – oder beides zugleich“, urteilt Thomas Bauer, IT- und Logistikleiter bei Maincor. Er hat die unterschiedlichsten Kommissioniersysteme auf den Prüfstand gestellt. Mobile Handhelds schienen den Smartwatches dank des größeren Displays zunächst überlegen.

Bei genauerem Hinsehen war dies allerdings ein Trugschluss: Intelligente Bildschirmfolgen steuern und unterstützen den Kommissionierer auf der Smartwatch wesentlich besser als ein mit Informationen überfüllter Bildschirm. Und ein weiterer Pluspunkt war für Bauer die höhere Effizienz im Arbeitsablauf. „Mit der Smartwatch am Handgelenk haben meine Kollegen die Hände frei für die eigentliche Tätigkeit und müssen nicht ständig einen Scanner ablegen und wieder aufnehmen.“

Zugriff auf WLAN und Mobilfunknetz

In einem gemeinsamen Workshop mit den Prozessexperten von Arvato Systems wurden der detaillierte Kommissionierablauf sowie die Schnittstellen zum überlagerten ERP-System definiert. Nach einer Einführungszeit von nur zwei Tagen konnte Maincor die cloudbasierte Software-as-a-Service-(SaaS-)Lösung bereits vollumfänglich nutzen.

Neben den Apps für die Smartwatches gehört dazu ein intelligenter Leitstand, in dem die Aufträge optimiert und disponiert werden. Ein kostspieliges Ausleuchten der Hallen mit WLAN war nicht erforderlich, da die Smartwatches neben WLAN auch im Mobilfunknetz arbeiten können. „Dass Digitalisierung so einfach und effektiv sein kann, hätte ich nicht für möglich gehalten“, zieht Thomas Bauer ein Fazit.

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