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Mobiles Auftragsmanagement Von den Fahrern selbst getestet

| Redakteur: M. A. Benedikt Hofmann

Die Emons Spedition hat innerhalb von nur knapp vier Monaten an 21 Standorten 920 Handheld-Computer für das mobile Auftragsmanagement im Nah- und Fernverkehr ausgetauscht. Als Lieferant sorgte TIS für einen termingerechten Roll Out der Honeywell-Geräte.

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Im Rahmen eines aufwendigen Feldtests hatten je 10 bis 15 Fahrer an vier Standorten der Emons Spedition die dortige Kaufentscheidung über 920 mobile Computer für Telematik und Navigation mitgeprägt.
Im Rahmen eines aufwendigen Feldtests hatten je 10 bis 15 Fahrer an vier Standorten der Emons Spedition die dortige Kaufentscheidung über 920 mobile Computer für Telematik und Navigation mitgeprägt.
(Honeywell)

Drei Gerätetypen, zwei Hersteller, neun Prüfkriterien und acht Wochen Zeit zum Ausprobieren: Im Rahmen eines aufwendigen Feldtests hatten je 10 bis 15 Fahrer an vier Standorten der Emons Spedition die dortige Kaufentscheidung über 920 mobile Computer für Telematik und Navigation mitgeprägt. Am Ende der Testphase musste anhand eines Punktesystems akribisch über Display, Bedienbarkeit und Akku geurteilt werden. Bewertet wurden zum Beispiel Größe und Helligkeit des Displays, die Neigung zu Spiegelungen und störenden Reflexen, das Verhalten beim Unterschreiben mit dem Eingabestift oder die Reaktions- und Wartezeiten nach der Eingabe von Daten.

Offen für Windows und Android

Am Ende hatte der CN51 von Honeywell klar die Nase vorn. „Das Gerät gefiel uns aufgrund der sehr guten Leistungsreserven schon auf dem Papier,“ sagt Gunnar Stellmacher, der bei Emons den Bereich IT verantwortet. Außerdem funktioniert das CN51 wahlweise mit den Betriebssystemen Windows Mobile oder Android. „Durch diese Offenheit bleiben wir während der gesamten Einsatzzeit flexibel und müssen bei einem etwaigen Wechsel zu Android nicht gleich wieder neue Hardware anschaffen,“ so Stellmacher. Schließlich könne heute niemand so genau wissen, wie lange Windows Mobile noch von den System- und Softwarehäusern unterstützt werde.

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Den Feldtest hatte der Wirtschaftsingenieur gemeinsam mit seinem Mitarbeiter Patrik Hamacher ausgearbeitet. „Die Akzeptanz der Fahrer ist für den Projekterfolg entscheidend,“ erklärt Hamacher, der bei Emons der Spezialist für mobile Endgeräte ist. Die von einem anderen Hersteller stammenden Vorgänger aus dem Jahr 2010 konnten die Fahrer nicht vollkommen überzeugen. Der Auslöser der Neuinvestition war jedoch die beschränkte Prozessor- und Speicherkapazität der früheren Hardware. „Wir waren an Grenzen gestoßen und konnten mit den alten Geräten keine neuen Anwendungen im mobilen Auftragsmanagement umsetzen“, erklärt Hamacher. Durch das CN51 hat sich diese Situation nun geändert.

Schnelle Montage

Lieferant der 920 neuen Honeywell-Geräte war die TIS GmbH. Das in Bocholt beheimatete Unternehmen organisierte die pünktliche Lieferung an 21 Emons-Standorte innerhalb von weniger als vier Monaten. „Ich bin durch einen Fachartikel über ein Barcode-Projekt bei der Spedition Bursped auf TIS aufmerksam geworden,“ erinnert sich Stellmacher. Zudem verfüge TIS über eine große Logistik- und Prozesskompetenz, die unter anderem auch am lieferbaren Hardwarezubehör sichtbar sei: Zu jedem CN51 lieferte TIS selbst entwickelte mobile Fahrzeughalterungen, die dank Saughalterung und Stromversorgung per Zigarettenanzünder problemlos montiert und demontiert werden können. „Die schnelle Montage der Halterungen ist für uns sehr wichtig, da wir größtenteils mit Subunternehmern zusammen arbeiten und hin und wieder Mietfahrzeuge einsetzen,“ betont Hamacher.

Robust und durchdacht

Mit einer Betriebstemperatur von -20°C bis +70°C widersteht die Ladestation auch großen Temperaturschwankungen und schränkt den Einsatzspielraum des Honeywell CN51 nicht ein. Das Gerät lässt sich vom Fahrer leicht mit einer Hand in die Station einlegen und sicher verriegeln. Die geschützten Kontakte (pogo pins) sorgen für sichere Verbindungen. „Die Ladestationen von TIS sind nicht nur sehr durchdacht, sondern auch sehr robust und für den harten Einsatz im Lkw bestens geeignet,“ fasst Stellmacher zusammen.

Seit Inbetriebnahme der ersten Geräte im August 2015 lässt sich feststellen, dass die Geräte sehr robust und gut verarbeitet sind. „Bei den wenigen bisherigen Ausfällen handelt es sich ausschließlich um Gewaltschäden,“ bestätigt Hamacher. Auch die Akkus der CN51 konnten sich bereits bewähren. „In den ersten Wochen hatten wir vereinzelt Geräte ohne mobile Ladestationen im Einsatz, deren Batterie die gesamte Arbeitsschicht überstand,“ so Stellmacher. Außerdem zeigte schon der erste – sehr heiße – Sommer, dass auch große Hitze den direkt an der Frontscheibe befestigten Geräten nichts anhaben kann.

Das Fazit ist also klar: Der Roll Out der neuen Hardware vom Typ Honeywell CN51 verlief problemlos. Vor diesem Hintergrund sieht man bei Emons auch der nächsten Projektstufe gelassen entgegen. Ab Sommer 2016 sollen die 920 Geräte mit weiteren Softwarefunktionen ausgestattet werden.

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