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VDI-Richtline 3601 Was ein Warehouse-Management-System alles können muss

| Redakteur: Jürgen Schreier

Die Aufgabe eines Warehouse-Management-Systems besteht in der Führung und Optimierung von innerbetrieblichen Lager- und Transportsystemen. Die neue Richtlinie VDI 3601 beschreibt Aufgaben- und Leistungsbereiche, die prägend sind für die Bezeichnung eines IT-Systems als WMS.

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Die neue Richtlinie VDI 3601 beschreibt Aufgaben- und Leistungsbereiche eines IT-Systems zum Warehouse Management.
Die neue Richtlinie VDI 3601 beschreibt Aufgaben- und Leistungsbereiche eines IT-Systems zum Warehouse Management.
(Bild: VDI)

Die Richtlinie VDI 3601 der VDI-Gesellschaft Produktion und Logistik (GPL) definiert notwendige Begriffe und Abkürzungen, beschreibt das administrative und funktionale Umfeld und erläutert die üblichen Formen der Integration eines Warehouse-Management-Systems in über- und untergeordnete IT-Systeme. Wie es heißt, gebe es damit erstmals eine klare Orientierung für die Kommunikation zwischen Kunden und Lieferanten.

Als Warehouse Management bezeichnet man die Steuerung, Kontrolle und Optimierung von Lager- und Distributionssystemen mit einer Lagerverwaltung (u.a. Mengen- und Lagerplatzverwaltung sowie Fördermittelsteuerung und –Disposition), mit umfangreiche Methoden und Mitteln zur Kontrolle der Systemzustände und mit einer Auswahl an Betriebs- und Optimierungsstrategien.

VDI 3601 schafft eindeutige Nomenklatur

Die Auswahl und Einführung eines Warehouse-Management-Systems zur Lagerverwaltung stellt ein anspruchsvolles und umfangreiches Projekt dar. Da das System in seiner Funktionalität den individuellen Ansprüchen eines Lagers gerecht werden muss, ist eine sorgfältige Analyse und Auswahl eines passenden Softwaresystems unverzichtbar.

Dazu müssen klare Definitionen der Funktionen vorliegen, die im Lager durch das Warehouse-Management-System unterstützt werden und was zum Umfang dieser Funktionen gehört. Die VDI 3601 schafft eine eindeutige Nomenklatur, auf die sich die Beteiligten innerhalb des Unternehmens, aber auch die Vertragspartner untereinander verständigen können. Durch die umfangreiche Auflistung der WMS-Funktionen dient die Richtlinie aber auch als Checkliste, in wie weit alle Prozesse bei der Definition der WMS-Funktionen berücksichtigt wurden.

Richtlinie erläutert Integration eines Warehouse-Management-Systems in über- und untergeordnete IT-Systeme

In der Richtlinie VDI 3601 werden Begriffe und Abkürzungen definiert, das administrative und funktionale Umfeld beschrieben und die Integration eines Warehouse-Management-Systems in über- und untergeordnete IT-Systeme erläutert.

Herausgeber der Richtlinie VDI 3601 „Warehouse-Management-Systeme“ ist die VDI-Gesellschaft Produktion und Logistik (GPL). Die Einspruchsfrist endet am 31.08.2014. Einsprüche sind möglich unterwww.vdi.de/einspruchsportal. Weitere Informationen finden Sie unter www.vdi.de/3601 und www.beuth.de.

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