Fahrerlose Transportsysteme

Das Offenbacher Klinikum nutzt moderne Intralogistik

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Kurze Wege für Mitarbeiter und Material

„Fehler, zum Beispiel bei der Essens- und Medizinversorgung, hätten fatale Folgen“, betont Titus Kinzler, Geschäftsführer der Offenbacher Klinik Management und Service GmbH (OKM). Diese Tochtergesellschaft der Klinikum Offenbach GmbH betreibt mit zirka 450 Mitarbeitern alle Bereiche im Klinikum, die nicht zu den medizinischen und pflegerischen Bereichen zählen, also beispielsweise Logistik, Technik, Reinigung und EDV.

Moderne Arbeitsabläufe mit kürzesten Wegen sind für den Alltag im NKO charakteristisch, wie es heißt. Das gilt nicht nur für die Mitarbeiter, sondern auch für den Umgang mit Waren und Gütern. In der heutigen Betriebsführung ist für einen klassischen Lagerbestand kein Platz.

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Cross Docking auch im Krankenhaus

Und so wird auch im Neubau eine zeitgemäße Art der Lagerhaltung praktiziert: das Cross Docking. Dabei werden die Waren weitgehend vorkommissioniert in Containern an- und direkt dem Empfänger ausgeliefert. Hierzu fahren die Lkw an die Rampe im Wirtschaftshof in der Ebene —1. Dort werden die Container manuell aus den Lkw gerollt und den FTF zum Weitertransport bereitgestellt.

Da kein Raum für spezielle Lagerhaltung vor Ort vorhanden ist, wird die Ware erst zum benötigten Zeitpunkt bestellt und von außerhalb angeliefert. „Auch die Mahlzeiten gelangen aus unserer etwa 30 km entfernten Küche in gekühltem Zustand (Cook & Chill) just in time zu den Stationen, wo sie fertig regeneriert werden“, erklärt Kinzler.

„Das geschieht drei Mal am Tag mit speziellen Essenscontainern, die jeweils 20 Essen aufnehmen können. Jeder Container im System ist mit einem RFID-Tag versehen, in den schon vor dem Beladen der Lkw der genaue Empfängerort eingegeben wurde. Alle Transporte zahlenmäßig aufsummiert ergeben täglich rund 1000 Containerbewegungen.“

Versorgungsfahrten im Leitsystem priorisiert

Bei derart vielen Quellen und Senken ist ein ausgefeiltes, ausfallsicheres Steuerungs- und Verwaltungssystem unentbehrlich. Für solche Aufgaben hat MLR die inzwischen vielfach bewährte Software Logos-Hospital entwickelt, die in Offenbach auf zwei PC im Hot-Standby-Betrieb arbeitet.

Wichtig ist die rechtzeitige Bereitstellung der erforderlichen Fahrzeuge an den Transportquellen. Da im NKO die Waren-Container von der Cross-Docking-Station, dem zentralen Warenumschlagplatz, direkt zum Empfänger gebracht werden, sind im Leitsystem diese Versorgungsfahrten priorisiert.

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