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Spielelogistik Der Weg der Spiele

Autor / Redakteur: Steffen Ruwolt / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

798 Mio. Euro – eine beeindruckende Zahl. Sie bezieht sich auf den Gesamtumsatz mit Computerspielen in Deutschland im ersten Halbjahr 2014. Am „Street Date“ müssen die Games im Laden stehen. Weil die Entwickler bis zuletzt an den Features werkeln, muss am Ende meistens alles ganz schnell gehen.

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Das „Street Date“, also der Termin, an dem das Spiel in den Läden steht, ist bei Videospielen besonders wichtig.
Das „Street Date“, also der Termin, an dem das Spiel in den Läden steht, ist bei Videospielen besonders wichtig.
(Bild: CD Project Red)

Im weltweiten Vergleich ist Deutschland einer der wichtigsten Märkte für Computer- und Videospiele überhaupt. Ein Ende dieses Trends ist nicht in Sicht: Aller Voraussicht nach wird auch 2015 die Nutzung von Games weltweit weiter ansteigen. Egal ob auf dem Smartphone, vor dem Fernseher oder am PC – gespielt wird überall. Auch wenn die größten Spiele-Blockbuster des Jahres traditionell kurz vor Weihnachten erscheinen, sind Games für den Handel ein ganzjähriges lohnendes Geschäft.

Schon vor dem Presswerk ist meist Eile geboten

Bekannte Spielereihen wie „FIFA“, „The Elder Scrolls Online“ oder „The Witcher“ werden bereits Monate vor der Veröffentlichung mit millionenschweren Marketingkampagnen beworben. Im Mittelpunkt steht dabei meist das sogenannte „Street Date“: also der Termin, an dem das Spiel in den Läden steht. Da die Entwicklung komplexer Computerspiele viele Unwägbarkeiten und Überraschungen bereithält, arbeiten die Entwickler meist bis kurz vor der Veröffentlichung emsig an ihrem Spiel. Dann muss alles ganz schnell gehen. Ein Goldmaster mit der finalen Version wird vom Spieleentwickler erstellt und muss schnellstmöglich den Weg ins Presswerk finden. Die logistischen Herausforderungen werden nach der Vervielfältigung im Presswerk nicht weniger. Vielmehr sind hierfür Spezialisten gefragt, die dafür sorgen, dass ein Spiel pünktlich zur Veröffentlichung im Regal von Media-Markt, Saturn und Co. steht.

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Ausgeklügeltes System zur schnellstmöglichen Distribution

Einer dieser Spezialisten ist der Logistikdienstleister Seru. Seit 1992 ist das Unternehmen auf die Technik- und Unterhaltungsindustrie spezialisiert und sorgt dafür, dass Spieler in Deutschland, Österreich und der Schweiz am Erstverkaufstag das lange erwartete Spiel in Händen halten können. Möglich gemacht wird dies durch ein ausgeklügeltes System zur schnellstmöglichen Distribution der Ware. Nachdem die Games von den Spiele-Publishern im Seru-Lager angeliefert wurden, folgt die Kommissionierung. Jeder Markt ordert dabei verschiedene Konstellationen, die kommissioniert werden wollen. Die langjährige Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Media-Markt, Saturn, Amazon, Expert, Game-Stop und weiteren großen DACH-Fachhändlern sowie die genaue Einhaltung der Lieferbedingungen ist entscheidend, um den Kraftakt der Distribution von Hunderttausenden Games in den kurzen Zeitfenstern bis zum Street Date stemmen zu können.

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