Hochregallager

Fripa lässt die Sonne in sein Hochregal

| Autor / Redakteur: Robert Weber / Robert Weber

Blickfang: In der Nacht strahlt das neue Hochregal und beweist, dass Industriebauten auch schön sein können. (Bild: Fripa)
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Blickfang: In der Nacht strahlt das neue Hochregal und beweist, dass Industriebauten auch schön sein können. (Bild: Fripa)

Transparente Logistikprozesse wünscht sich jeder. Das kann der Hygienepapierhersteller Fripa bestätigen. Doch die Bayern wollten nicht nur den Durchblick bei den Prozessen. Auch das neue Hochregallager sorgt für Licht im Dunkeln. Das Gebäude ist kein grauer Stahlbau, sondern besitzt an den beiden Stirnseiten eine transluzente Fassade.

Bei so einem Projekt kommen auch erfahrene Fachredakteure schnell ins Schwitzen. Ich kann das bestätigen. Nein, nicht die Berichterstattung über die Planungen oder die Realisierung trieben mir im Sommer Schweißperlen auf die Stirn, vielmehr verdanke ich diese den Architekten und Planern des neuen Fripa-Hochregallagers in Miltenberg. Denn im Gegensatz zu bautechnisch verwandten Lagern ist die Immobilie nicht wie üblich ein schmuckloser grauer Stahlbau, sondern besitzt in Teilbereichen eine transluzente Fassade aus Polycarbonat.

lagerung stieß an Kapazitätsgrenzen

Diese sorgt für mehr Licht, aber eben auch im Sommer für höhere Temperaturen im Hygienepapierlager und gleichzeitig für mehr Akzeptanz des Projekts bei den anfangs kritischen Stadtvätern. Wichtig: Die Wärme hat keine Auswirkungen auf die Produktqualität. Das ist für Fripa entscheidend. Ein wenig ins Schwitzen kam auch die Fripa-Geschäftsführung bei der Logistik. Dies aber schon 2009. Da war von einem transluzenten Lager noch gar keine Rede.

Die Verantwortlichen sahen sich damals gezwungen, in die Logistikprozesse zu investieren, denn trotz allgemeiner Wirtschaftskrise verkauften sich Toiletten- und Hygienepapier weiterhin so gut, dass das Unternehmen an Kapazitätsgrenzen in der Lagerung kam.

Beide Hochregallager arbeiten unter einem IT-System

Gleichzeitig fordern die Kunden aus dem Einzelhandel optimierte Logistik- und Versandprozesse von den Bayern. „Die Logistik in unserem Geschäft darf nicht unterschätzt werden“, erklärt Torsten Bahl, Geschäftsführer von Fripa. Um das zu verdeutlichen, verweist der Manager auch auf die zahlreichen Lkw, die täglich die Fripa-Lager anfahren und in der Vergangenheit den Miltenberger Straßenverkehr und den nahgelegnen Bahnübergang strapazierten. Stau sorgte oft für Unmut bei Anwohnern und Fahrern.

„Unser Neubau schafft mehr Platz für unsere Produkte. Gleichzeitig haben wir eine großzügigere Lkw-Bereitstellfläche und verfügen über eine bessere Versandabwicklung“, ergänzt Bahl. Noch vor drei Jahren türmten sich die Paletten im Blocklager oft bis unter die Decke. Doch nicht nur das alte Blocklager verwandelte sich innerhalb von wenigen Monaten zu einem modernen Versandbereich. Fripa investierte in den Neubau eines zweiten Hochregallagers (HRL2) und unterzog die bestehende Lagerimmobilie (HRL1) einer Retrofit-Maßnahme.

Als Generalunternehmer zeichnete die Hörmann Logistik GmbH aus München sowohl beim Neubau als auch beim Retrofit verantwortlich. Mit den Planungen für das Großprojekt war der Logistikberater Hans-Jürgen Luy von Luy und Partner betraut.

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